Wasserbüffel, Mopsfledermaus und Co.
Beim Sommerfest des NABU Altenburger Land wurde auf der Hellwiese in Altenburg der Naturschutz-Infopoint eingeweiht

Altenburg. Seit dem Jahr 2023 betreibt die Naturforschende Gesellschaft Altenburg e.V. (NfGA) ein ENL-Projekt auf der Hellwiese in Altenburg. Ziel ist die Pflege der dortigen Offenlandbiotope durch saisonale Beweidung mit Wasserbüffeln während der Vegetationszeit.

In einer ehemaligen Gartenparzelle wurde ein Naturschutz-Infopoint mit Quartierangeboten für die seltene Mopsfledermaus errichtet. Dort gibt es Informationstafeln zu den Themen Biotop, Wasserbüffelbeweidung und Mopsfledermaus. Weitere Tafeln zur Geschichte der Hellwiese und zum Käfer Eremit (Namensgeber des Schutzgebiets) sind geplant.

Anfang Juli wurde die neue Schutzhütte am Infopoint eröffnet und ist seitdem für alle Interessierten zugänglich. Gleichzeitig feierte der NABU Altenburger Land sein Sommerfest. Die Besucherinnen und Besucher konnten bei einer Begehung der Weide die Aufgaben und Spuren der Wasserbüffel kennenlernen.

In diesem Jahr durften die drei jungen Wasserbüffeldamen noch nicht auf die Hellwiese, da die Untere Naturschutzbehörde eine portionsweise Beweidung fordert. NABU und NfGA bevorzugen jedoch, dass die Büffel selbst entscheiden, wo sie grasen.

Aufgrund dieses Konflikts ist die Beweidung des Waldanteils der Hellwiese derzeit nicht genehmigt. Ob die Büffel dieses Jahr noch auf die Hellwiese kommen, ist unklar. Das umfassende Projekt verbindet Naturschutz, Umweltbildung und regionale Zusammenarbeit, steht aber aktuell vor behördlichen Herausforderungen bezüglich der Beweidung.

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