Typisch deutsch unter Zuwanderern
Wanderausstellung in Lohma zeigt, wie viel „Alman“ in zugewanderten Mitbürgern steckt

„Typisch Alman“: Diese Sonderausstellung zeigt (migrantische) ­Erfahrungen mit dem Leben in Gera.Grafik: Christoph Beer
Lohma. „Typisch Alman“ – so heißt eine Wanderausstellung, die noch bis zum 22. August in der in der verlässlich geöffneten und Radwege-Kirche Lohma zu sehen ist. Im Anschluss wandert sie dann durch weitere Dorfkirchen im Altenburger Land.

„Typisch Alman.“ Dies sagen junge Menschen, wenn sie deutsche Stereotype aufspießen wollen. Doch diese Ausstellung will es einmal genauer wissen – die Macherinnen und Macher haben migrantischen Menschen in Gera viele Fragen gestellt. „Was mögen Sie am liebsten in der deutschen Kultur (und Küche)?“ Oder: „Welche deutsche Eigenart haben Sie – versehentlich oder bewusst – übernommen?“ Oder: „Welche Begegnung mit Menschen in Deutschland ist Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben?“.

Der Wünschendorfer Musiker, Designer und Fotograf Christoph Beer hat die Interviewpartner fotografiert und ihre Antworten typografisch in seine Arbeiten integriert. Ach ja – ein wichtiger Hintergrund: Gera wurde deshalb ausgewählt, weil die Stadt den größten Ausländeranteil in Thüringen hat.

Die Ausstellung ist gemeinsames Projekt der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Nöbdenitz und der Kultur- & Bildungswerkstatt „Hans Wilhelm von Thümmel“. RED
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