Generalintendant Kay Kuntze äußert sich zu der Nominierung: „Die Nominierung für den FAUST ist eine Bestätigung für den Weg unseres Hauses, sich kontinuierlich mit zeitgenössischen Themen und innovativen ästhetischen Mitteln auseinanderzusetzen. Dass eine Produktion, die sich thematisch und technisch mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt, diese überregionale Aufmerksamkeit erfährt, unterstreicht zum einen die Dringlichkeit der Auseinandersetzung mit dem Thema Künstliche Intelligenz in kreativen Prozessen und zum anderen die Relevanz der Theaterarbeit abseits der großen Metropolen.“
Der bundesweit vergebene Theaterpreis zeichnet in diesem Jahr über 60 Künstlerinnen, Künstler und Kollektive aus. Die Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger sowie die Verleihung finden am 14. November im Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt.
„Ich hasse Menschen“ wirft einen satirischen Blick auf den gesellschaftlichen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Das Schauspiel von Lena Rucker und Nils Corte verhandelt am Beispiel einer Wohngemeinschaft der nahen Zukunft, ob KI eine Bedrohung darstellt oder Chancen für demokratische Prozesse bietet. Dabei wird die Frage thematisiert, inwieweit eine technologische Simulation von Emotionen menschliche Beziehungsgefüge beeinflusst.
Nach der Uraufführung im September 2025 in Gera folgte im November 2025 die Österreich-Premiere in Salzburg. Nach den Spielreihen in Gera und Salzburg wird die Inszenierung ab Oktober 2026 im Heizhaus Altenburg gezeigt.