Vielfalt, betont der DHPV, bedeutet nicht, Unterschiede einzuebnen. Vielmehr geht es darum, sie wahrzunehmen, auszuhalten und konstruktiv mit ihnen umzugehen. Haltung zu zeigen, nicht trotz der Unterschiede, sondern wegen ihnen. „Gefragt ist Mut zur Offenheit und eine klare Haltung – gerade in Zeiten, in denen Menschenrechte, Respekt und Solidarität zunehmend infrage gestellt werden“, so Kränzle. In der Praxis heißt das: Hinschauen, wer in der Hospizarbeit und Palliativversorgung noch zu wenig vorkommt. Menschen mit internationaler Biografie, Menschen mit Behinderungen, queere Personen, Inhaftierte, Geflüchtete, Wohnungslose oder von Armut Betroffene sowie Angehörige nicht-christlicher Religionsgemeinschaften sind nach wie vor unterrepräsentiert.
Dabei gilt für sie dasselbe wie für alle anderen: Sie erleben Krankheit, Abschied, Hoffnung, Angst und Trauer. Und sie haben – das ist der Kern der Botschaft – denselben Anspruch auf eine Begleitung, die ihre Lebensrealität mitdenkt.
Der Welthospiztag wird jedes Jahr am zweiten Samstag im Oktober begangen, dieses Jahr am 10. Oktober. Bundesweit beteiligen sich Hospizdienste und -einrichtungen mit Infoständen, Tagen der offenen Tür, Filmaufführungen, Lesungen, Konzerten, Gottesdiensten und vielem mehr. Sie informieren so über die Möglichkeiten von Hospizarbeit und Palliativversorgung sowie das hospizliche Ehrenamt. DJDAktionen in der Nähe sind über eine
interaktive Deutschlandkarte unter www.dhpv.de zu finden.