Im schönen Rositzer Bernsteinhof erwartet die Besucher ein buntes Programm für Groß und Klein. Besonders für die Jüngsten haben sich die Veranstalter einiges einfallen lassen. Auch in diesem Jahr kann man wieder Mineralien und Erinnerungen aus dem Bergbau erwerben. Ab 13 Uhr ist die Heimatscheune mit der neuen Ausstellung „100 Jahre neue Schule“ geöffnet.
Im 17. Jahrhundert wird erstmals ein Bergwerk in Rositz erwähnt. Fast 100 Jahre später wurde die erste Brikettfabrik im gesamten Revier, die Germania im Ortsteil Gorma, errichtet. Auch die DEA Mineralölwerke wurden in den Jahren 1916/1917 erbaut, mit dem Ziel der Erzeugung von Kraftstoffen und Ölen aus Braunkohle. Der Bergbau, die Braunkohle, hat die gesamte Region aber besonders auch die Gemeinde Rositz geprägt und gewandelt. Gewandelt von einem kleinen Bauerndorf zu einer der größten Industriegemeinden in Deutschland. Weit über hundert Jahre brachte er Lohn und Brot für viele Menschen, ein Ortsbild geprägt von Fabriken und Schornsteinen.
Das Erbe wird vor allem durch die Bergbrüderschaft Meuselwitz-Rositzer Braunkohlerevier e.V. gepflegt, die die Geschichte der harten Arbeit unter Tage lebendig hält.
Der Tag des Bergmanns in Rositz ist auch ein wichtiger Beitrag zur Erinnerung an das Meuselwitz-Rositzer Braunkohlerevier. Schon während der DDR-Zeit war er als offizieller Ehrentag (immer erster Sonntag im Juli) ein zentraler Identifikationspunkt für die gesamte Region.
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, vor allem natürlich Kumpels, Handwerker und Angestellte der ehemaligen Kohlenindustrie, der WISMUT GmbH, der MIBRAG und bergbauverbundene Bürgerinnen und Bürger sind recht herzlich eingeladen – unter dem Motto: „Kommen, mitfeiern, Freunde und ehemalige Arbeitskollegen treffen und Kameradschaft und Verbundenheit zeigen! Einmal Bergmann - immer Bergmann!“.
Für das leibliche Wohl zum „Tag des Bergmanns“ sorgt der Judosportverein Rositz und die Bergbrüderschaft mit hausgemachtem Kuchen, Rostern, Steaks und
vielen mehr. Der Eintritt ist frei.