Der bundesweite Ehrentag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Der Ehrentag. Für dich. Für uns. Für alle.“ und findet zeitgleich zum 77. Geburtstag des Grundgesetzes statt. Die Gößnitzer Stadthalle war bis auf den letzten Platz gefüllt – ein starkes Zeichen dafür, welchen Stellenwert das Ehrenamt in der Region besitzt. Viele Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Organisationen und Initiativen nutzten den Abend für Austausch, Anerkennung und gemeinsames Netzwerken.
Zu den Ehrengästen zählten der Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Stefan Gruhner, der Landrat des Altenburger Landes, Uwe Melzer, sowie Norman Müller, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung.
Nach der Begrüßung durch die Bürgermeister Patrick Albrecht und Sven Schrade folgten Grußworte der Ehrengäste, musikalisch umrahmt durch mehrere Musikstücke der Musikschule Altenburger Land. „Ehrenamt ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Miteinanders. Ohne die vielen engagierten Menschen wären zahlreiche Angebote, Veranstaltungen und Hilfsstrukturen in unseren Städten überhaupt nicht denkbar“, betonte Bürgermeister Patrick Albrecht in seiner Begrüßung.
Auch Bürgermeister Sven Schrade hob die Bedeutung des freiwilligen Engagements hervor: „Das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft zusammen. Es schafft Gemeinschaft, übernimmt Verantwortung und verbindet Generationen. Dieser Abend sollte vor allem eines sein: ein herzliches Dankeschön an alle, die sich tagtäglich für andere einsetzen.“ Im Mittelpunkt des Abends stand die Podiumsdiskussion, moderiert von Bürgermeister Sven Schrade. Mit einer persönlichen Einstiegsfrage nach dem jeweils bewegendsten Moment im Ehrenamt entstand schnell ein offener und lebendiger Austausch.
Besonders intensiv wurde über die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren gesprochen. Dabei wurde deutlich, dass die Feuerwehr als kommunale Pflichtaufgabe in vielen Orten fast vollständig durch ehrenamtliches Engagement getragen wird. Dafür sprachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenso wie die Gäste den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden einen besonderen Dank aus.
Auch das Publikum brachte sich aktiv ein. Neben Fragen zu bürokratischen Hürden für Vereine wurden auch persönliche Themen angesprochen – etwa, in wie vielen Vereinen die Podiumsgäste selbst aktiv sind. Dadurch entwickelte sich eine Diskussion, die viele unterschiedliche Perspektiven auf das Ehrenamt sichtbar machte. So entstand im Laufe des Abends ein eindrucksvolles Gesamtbild der Vielfalt des Ehrenamts in der Region.