Insgesamt 37 Premieren, davon 25 Neuproduktionen – darunter sieben Uraufführungen – sowie neun Philharmonische Konzerte erwarten die Besucherinnen und Besucher ab August in den Geraer und Altenburger Spielstätten. Ziel bleibt es, so Chefdramaturgin Dr. Sophie Oldenstein, ein breites Publikum anzusprechen und zugleich künstlerische Akzente mit spannenden Neuentdeckungen, innovativen Erzählformaten und Stücken mit regionalem Bezug zu setzen.
In der neuen Spielzeit verändert sich der Spielbetrieb in Altenburg: Das Theaterzelt am Großen Teich wird im April 2027 planmäßig abgebaut. Neuer Nutzer ist das Theater Krefeld, dem eine Generalsanierung bevorsteht. Für die darauffolgende Zeit bereitet das Theater derzeit eine besondere Spielsituation vor, die – vorbehaltlich der noch ausstehenden Genehmigung – ab April 2027 umgesetzt werden soll. Geplant ist, den Spielbetrieb in das Theater Altenburg zurückzuführen und dort auf der Hinterbühne hinter dem Eisernen Vorhang zu spielen.
Vorgesehen sind drei ansteigende Zuschauertribünen mit, laut Technischem Direktor René Prautsch, zwei Varianten: eine Bestuhlung für bis zu 150 Plätze bei Nutzung der Drehbühne sowie eine Variante mit bis zu 200 Plätzen ohne deren Einsatz. Der Zugang erfolgt über das Heizhaus, das während dieser Phase als zentraler Eingangsbereich mit Garderobe, Sanitäranlagen und gastronomischem Angebot genutzt wird. Ein barrierefreier Zugang über den Brühl ist vorgesehen. Der Spielbetrieb soll sich an die baulichen Rahmenbedingungen anpassen: Unter der Woche werden Vorstellungen ausschließlich in den Abendstunden angeboten, da tagsüber weiter Sanierungsarbeiten im Haus laufen. Am Wochenende sind zusätzliche Spielzeiten am Vormittag und Nachmittag vorgesehen.
Mit dem Musical „Cats – Young Actors Edition“ wird der Kinder- und Jugendchor des Theaters Altenburg Gera erstmals das legendäre Musical von Andrew Lloyd Webber ab 1. Oktober in der Bühne am Park und ab 24. April 2027 im Heizhaus Altenburg auf die Bühne bringen. Jede Menge Drama verspricht Giuseppe Verdis „La Traviata“. Die Oper, die die tragische Liebesgeschichte der Pariser Kurtisane Violetta Valéry erzählt, gehört zu den weltweit meistgespielten Opern. Auch in dieser Spielzeit verbindet das Schauspiel gesellschaftlich relevante Themen mit innovativen Erzählformen und starkem regionalen Bezug. Ein spartenübergreifendes Projekt entsteht mit „Yvonne, die Burgunderprinzessin“. Die Inszenierung ist erstmals am 12. September im Theaterzelt Altenburg und am 15. November im Großen Haus Gera zu erleben.
Die Weihnachtsmärchen gehören traditionell zu den besucherstärksten Produktionen der Saison. In der kommenden Spielzeit ist „Rotkäppchen und der Wolf“ ab dem 27. November im Großen Haus Gera zu sehen, während in Altenburg mit „Jorinde und Joringel“ (ab 6. Dezember im Theaterzelt Altenburg) eine neue Inszenierung auf die Bühne kommt. Nachdem sich das Schauspielstück und Tanztheater „Rhythm Is a Dancer“ in den letzten beiden Spielzeiten als Publikumsrenner entpuppte, kann sich das Publikum auf eine Wiederaufnahme freuen. Auch der Altenburger Krimi „Blutrote Spitzen – Die Auflösung“ von Chefdramaturgin Dr. Sophie Oldenstein und Schauspieldirektor Manuel Kressin steht auf dem Spielplan. Nach der interaktiven Spurensuche im Stadtraum wird der Fall schließlich gelöst.
Das Thüringer Staatsballett setzt in der kommenden Spielzeit auf Werke, die sowohl erfahrene Ballettbesucherinnen und -besucher als auch ein Familienpublikum ansprechen. Mit „FAUST – Nach dem Ende“ widmet sich die Sparte einem der bedeutendsten Stoffe der europäischen Literatur. In der Choreografie von Daniel Proietto steht nicht die Nacherzählung von Goethes Drama im Mittelpunkt, sondern die Frage, was nach Fausts rastlosem Streben bleibt.
Mit „Schwanensee“ bringt Ballettdirektor Vitaliy Petrov einen der bedeutendsten Klassiker der Tanzgeschichte auf die Bühne. Das Werk gilt als Inbegriff des klassischen Balletts und zählt mit seiner Verbindung aus romantischer Handlung, der ikonischen Musik von Tschaikowski und choreografischer Präzision zu den meistgespielten Balletten weltweit. Das Stück gehört zu den Höhepunkten der Saison (Premiere: 7. Mai 2027, Gera). Auch in Altenburg steht mit „Die Schneekönigin“ ein bekannter Stoff auf dem Programm.
Seit dem 5. Mai läuft der Vorverkauf für die Spielzeit 2026/27. Die Karten sind online, telefonisch oder an den Theaterkassen erhältlich. Mehr Informationen und das gesamte Programm unter
www.theater-altenburg-gera.de