Das Volumen des Verwaltungshaushalts, der die administrativen Einnahmen und Ausgaben beinhaltet, summierte sich Ende des Vorjahres auf knapp 71 Millionen Euro. Das Volumen des Vermögenshaushalts, in dem unter anderem Ausgaben für den Ausbau von Straßen und Großprojekte wie die Spieleerlebniswelt Yosephinum und die moderne Stadtbibliothek im Ernestinum enthalten sind, wies rund 21,7 Millionen Euro aus – so viel wie noch nie. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt betrug knapp 2,5 Millionen Euro und lag damit über 1,5 Millionen Euro über der Pflichtzuführung.
Die wichtigsten Einnahmen des Verwaltungshaushalts waren 2025 die Schlüsselzuweisungen vom Land (knapp 19,2 Millionen Euro), die Gewerbesteuereinnahmen (rund 12,5 Millionen Euro) sowie der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (9,1 Millionen Euro).
Größte Ausgabenposten im Verwaltungshaushalt: die Kreisumlage mit knapp 16 Millionen Euro, die Zuschüsse an freie Träger der Kindertageseinrichtungen sowie der Zuschuss ans Residenzschloss. Die höchsten Einnahmen aus Fördermitteln erhielt die Stadt für den Bau der Spieleerlebniswelt und die moderne Stadtbibliothek, zusammen rund 9,15 Millionen Euro. Diese beiden Vorhaben stehen auch auf der Ausgabenseite an der Spitze. Der Rücklagenbestand zum 31. Dezember 2025 konnte um rund 2 Millionen Euro auf knapp 5,9 Millionen Euro aufgestockt werden.
Der Schuldenstand der Stadt betrug zum Jahreswechsel rund 13 Millionen Euro, das entspricht einer rechnerischen Pro-Kopf-Verschuldung von knapp 419 Euro. Die durchschnittliche Tilgungsdauer liegt bei rund 13 Jahren, weshalb die finanzielle Situation der Stadt als ungefährdet eingeschätzt werden kann. Zum Vergleich: die rechnerische Pro-Kopf-Verschuldung aller deutschen Gemeinden lag Ende 2024 bei 2200 Euro.
Mit Blick auf die verschiedenen Großprojekte der Stadt (unter anderem Spieleerlebniswelt Yosephinum und Landesgartenschau 2032) ist in den kommenden Jahren eine moderate Erhöhung des Schuldenstands vorgesehen.