Wie kann man drei durchaus anspruchsvolle Dinge am besten unter einen Hut bringen? Also Dinge wie beispielsweise Sprachförderung, kreative Medienarbeit und kulturelle Bildung? Darauf hat man in der forum-thomanum-Grundschule eine gleichermaßen kindgerechte wie praxisnahe Antwort gefunden: Eine mehrsprachige Trickfilmwerkstatt für Grundschulkinder!
Nach einem erfolgreichen Hörspielprojekt lag für Victoria Johnston, Sprachleitung der Grundschule forum thomanum, und Medienpädagogin Antje Auspurg dieser eine Gedanke wirklich nahe: Da geht doch noch mehr. Nicht zuletzt, weil dies auch der Wunsch der Kinder war. Und so wurde das Format weiter entwickelt mit dem Ziel, Sprache eben nicht nur hörbar, sondern durch bewegte Bilder auch erlebbar zu machen – was dann zu der Trickfilmwerkstatt führte.
In zwei Gruppen produzierten die Kinder eigene Stop-Motion-Filme: Ausgehend von Kinderbüchern entwickelten sie eigene Geschichten, erstellten Storyboards, gestalteten Figuren und Kulissen, setzten ihre Filme mit Tablets um und vertonten sie in der jeweiligen Sprache. Die Ergebnisse wurden anschließend in einer Präsentation und Ausstellung gezeigt, die mehr als 900 Gäste erreichte.
Mittlerweile findet die Trickfilmwerkstatt bereits im dritten Jahr statt und soll unbedingt fortgeführt werden. 85 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren konnten bereits teilnehmen. Und neben dem Spaß stehen auch die vielen Lerneffekte: Die Kinder erleben Sprache und in diesem speziellen Fall verschiedene Sprachen (die Stop-Motion-Filme gibt es auf Deutsch, Englisch und Italienisch) als Ausdrucksmittel, entwickeln Selbstvertrauen und erfahren, dass ihre eigenen Ideen zählen.
Kein Wunder, dass diese Werkstatt auf dem Campus forum thomanum für Aufsehen sorgt: Die Trickfilmwerkstatt wurde schon mit dem Förderpreis „Verein(t) für gute Kita und Schule“ in Sachsen ausgezeichnet – nun steht sie bundesweit zur Abstimmung bei dem Wettbewerb der Stiftung Bildung, die unter dem perfekt passenden Motto „Medienkompetenz: Bücher bis KI – Mediale Welten nutzen und gestalten“.
Was wiederum den Bogen nach Leipzig schlägt – denn nun ist beim Publikumsvoting jede Stimme gefragt. 23 Projekte stehen übrigens zur Auswahl, mitmachen kann man bei der Abstimmung bis zum 25. Oktober – und ausgezeichnet werden drei Projekte mit jeweils 1500 Euro. Die Preisvergabe findet übrigens am 27. November in Berlin statt; dann werden zudem noch drei Jurypreise (dotiert mit jeweils 5000 Euro) vergeben. und red./jwInfos und Abstimmung: www.stiftungbildung.org/
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