Dies sind die Zahlen: Im Jahr 2018 legten die Leipzigerinnen und Leipziger noch 39 Prozent ihrer täglichen Wege mit dem Auto zurück, rund 61 Prozent im ÖPNV, zu Fuß oder mit dem Rad. 2023 entfielen bereits 69 Prozent auf den Umweltverbund, 31 Prozent auf das private Kfz. Dieser Trend nimmt nach Einschätzung der Stadtverwaltung weiterhin zu – so sagt Baubürgermeister Thomas Dienberg: „Zu den positiven Entwicklungen gehört, dass 2025 mit 171,2 Millionen Nutzerinnen und Nutzern ein neuer Fahrgastrekord im ÖPNV aufgestellt wurde. Zudem hat sich die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Radfahrer erhöht, indem Lücken im Radwegenetz geschlossen und die Fußwege etwa mit mehreren Zebrastreifen verbessert wurden.“
Wo Licht ist, gibt’s aber auch Schatten – die Evaluation zeigt auch den Verbesserungsbedarf in der Messestadt. Seit Jahren sinkt die durchschnittliche Geschwindigkeit des ÖPNV. Während die Straßenbahnen von 2018 bis 2025 um 1,1 Kilometer pro Stunde langsamer geworden sind, sank die Durchschnittsgeschwindigkeit bei den Stadtbussen im gleichen Zeitraum um 0,6 Kilometer pro Stunde – obwohl bereits Bahnen an Ampeln vielerorts prioritär geschaltet werden. Hier spielt neben instandsetzungsbedürftiger Infrastruktur auch das Bevölkerungswachstum eine Rolle – es sind einfach mehr Menschen unterwegs.
Wie soll es weitergehen? Nicht zuletzt mit klammen Kassen und wenig Aussicht auf Besserung in finanzieller Hinsicht? Auch darauf gibt die Evaluation Antworten: Wenig überraschende Antwort Nummer 1 – den Zeithorizont ausweiten. Antwort Nummer 2 – auf kleinere, schnell umsetzbare Projekte mit großer Hebelwirkung insbesondere im Fuß- und Radverkehr sowie für ein Mehr an Aufenthaltsqualität setzen. Daneben wird vorgeschlagen, die Parkraumbewirtschaftung auszuweiten – wie es aktuell im Bachviertel der Fall ist. Ein weiterer Fokus soll auf eine Beschleunigung des ÖPNV gelegt werden sowie auf das automatisierte Fahren für Flexa-Shuttles. und red.Infos: www.leipzig.de/
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