Denn mit den neuen Brillen mit integrierter Kamera – die kaum noch von herkömmlichen Brillen zu unterscheiden sind – sind neue technische Möglichkeiten am Start: Deshalb hatte die grüne Stadtratsfraktion einen Vorstoß gestartet, der auf breite Zustimmung gestoßen ist. Aus gegebenen Anlässen: Erste Vorfälle mit den so genannten Smart Glasses etwa in Hamburg sind bereits bekannt geworden. Und man geht von einer hohen Dunkelziffer aus ...
Bislang untersagt die Haus- und Bäderordnung der Sportbädergesellschaft ganz allgemein das Fotografieren und Filmen fremder Personen und Gruppen ohne deren Einwilligung. In der Sauna sind Telefonieren, Fotografieren und Filmen verboten. Elektronische Geräte, mit denen fotografiert oder gefilmt werden kann, dürfen dort gar nicht mitgeführt werden. Explizit genannt sind in der Saunaordnung in dem Zusammenhang Smartphones, Tablets und E-Book-Reader.
Die Sportbäder GmbH, die in Leipzig neun Schwimmhallen, zwei Saunen und sechs Freibäder betreibt, wird nun ihre Hausordnungen nach dem Willen des Stadtrates präzisieren: Dabei sollen die Kamerabrillen in Schwimmbädern und Saunen ausdrücklich verboten werden. Eine Information der Mitarbeiter zum Umgang mit Smart Glasses sei nach Angaben des Unternehmens bereits im Sommer erfolgt.
Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Dimap im März hält eine große Mehrheit der Deutschen heimliches Filmen in privaten oder intimen Situationen für ein breites gesellschaftliches Problem. 85 Prozent der Befragten sehen in solchen Filmaufnahmen, beispielsweise in der Sauna oder beim Baden, ein großes oder sehr großes Problem.
und K. Staeubert