Ein Rückblick und ein (besorgter) Ausblick

Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte, Ausblick auf eine ungewisse Zukunft: Die HGB widmet sich zehn Jahre Akademie für transkulturellen Austausch.Foto: Johanna Terhechte
Leipzig. Vor zehn Jahren wurde sie gegründet, die Akademie für transkulturellen Austausch an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (HGB). Was einst im Jahr 2016 als Erfolgsgeschichte begann, um Menschen mit Fluchtgeschichte einen Zugang zum Kunst- oder Design-Studium zu verschaffen, kämpft inzwischen um seine Zukunft. Was wiederum bis zum 22. Oktober als Anlass für einen Rück- und einen Ausblick genommen wird ...

2016 war die HGB ein Vorreiter. Als erste deutsche Hochschule, die Geflüchteten einen regulären Zugang zum Kunst- bzw. Design-Studium eröffnete und damit Migration als grundlegenden Bestandteil der Gesellschaft anerkannte. Zehn Jahre später haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Die Förderprogramme, die den Aufbau der Akademie ermöglichten, sind weitgehend ausgelaufen oder von Kürzungen bedroht. So gibt es heute für die Akademie für transkulturellen Austausch keine gesicherte finanzielle Grundlage.

Das Jubiläumsprogramm „Ex/Changing: Transculturality and institutional Work“ blickt deshalb zurück und nach vorn. Ehemalige und aktuelle Akteurinnen und Akteure der Akademie kommen mit Gästen aus Kunst, Wissenschaft und Hochschule zusammen. Im Zentrum stehen die Zukunft des Programmstudiums an der HGB und die Frage, welche künstlerischen und institutionellen Praktiken transkulturellen Austausch möglich machen.

Im Mittelpunkt steht neben Workshops, Vorträgen und Dialogen die Ausstellung „Ex/Changing Letters“ in der HGB-Galerie – diese ist noch bis Donnerstag, 22. Oktober, geöffnet. Dann beginnt um 18.30 Uhr die Finissage etwa mit einem Dialog von Isabella Friedrich und Natascha Frankenberg. und red./jw

Infos: www.hgb-leipzig.de

Druckansicht