Der Grundstein ist gelegt
UKL investiert 129 Millionen Euro in Neubau in der Liebigstraße

Er ist gelegt, der Grundstein für den Neubau am Universitätsklinikum Leipzig.Foto: Rico Thumser/UKL
Leipzig. Der Grundstein ist gelegt, bis 2029 soll in der Liebigstraße ein Neubau für die Strahlentherapie, Bereiche der Inneren Medizin und weitere medizinische Einrichtungen entstehen. Das Vorhaben ist Teil der langfristigen baulichen Masterplanung der Universitätsmedizin Leipzig. In mehreren Bauphasen sollen bis zum Ende der 2030er-Jahre mehr als 100.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche neu gebaut oder saniert werden – für mehr als eine Milliarde Euro.

Wobei rund 129 Millionen auf jenen Neubau entfallen, dessen Grundstein gleich neben dem 2018 eröffneten Haus 7 des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) gelegt wurde. Womit sich das Vorhaben zum derzeit größten UKL-Bauprojekt gemausert hat. „Der Neubau ist weit mehr als eine Erweiterung unserer Gebäudeflächen. Er schafft kurze Wege zwischen den beteiligten Fachrichtungen und verbessert damit die Voraussetzungen für eine abgestimmte Behandlung komplexer Erkrankungen, vor allem in der Krebs-Therapie“, sagt Professor Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. „Für unsere Patientinnen und Patienten entstehen moderne Versorgungsstrukturen, für unsere Mitarbeiter zeitgemäße Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig investieren wir in die langfristige Zukunftsfähigkeit der gesamten Universitätsmedizin Leipzig, gerade auch im Bereich der Volkskrankheiten wie Krebs.“

Und dies sind die Dimensionen: Der Neubau umfasst rund 9600 Quadratmeter Nutzungsfläche, die sich auf fünf Etagen und zwei Untergeschosse verteilen. Nach derzeitiger Planung soll das Gebäude im vierten Quartal 2029 baulich fertiggestellt werden. Das neue Bauwerk wird mittels Durchbrüchen auf allen ober- und unterirdischen Ebenen mit dem bereits bestehenden Haus 7 verbunden und so mit der Riege der Klinikgebäude auf der rechten Seite der Liebigstraße als zentraler Campusader eine durchgehende Einheit bilden. Der jetzt entstehende Funktionstrakt schließt die letzte Lücke südlich der Liebigstraße und wird als moderner „Schlusspunkt“ die strukturelle und technische Modernisierung vor allem der Fächer der Tumormedizin vervollständigen.

Zentraler Nutzer des Neubaus wird die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie, die bislang in der am Rand des Campus liegenden Stephanstraße untergebracht ist. Mit dem Umzug wird dieses „Herzstück“ moderner Tumortherapie nun direkt mit den Kliniken und Instituten an der Liebigstraße verbunden. Im neuen Haus entstehen daher Flächen für Bildgebung, Bestrahlungsplanung und Strahlentherapie mit fünf Linearbeschleunigern, was baulich besondere Anforderungen an den umzusetzenden Strahlenschutz stellt. Ergänzt werden diese Strukturen um einen strahlentherapeutischen Ambulanzbereich und eine Station mit 42 Betten. Im angrenzenden ersten Bauabschnitt des Hauses 7 befinden sich bereits heute das Universitäre Krebszentrum Leipzig mit der zentralen Anlaufstelle für Tumorpatient:innen, die onkologische Tagesklinik und die Kinderonkologie. Künftig rücken damit weitere wesentliche Bereiche der Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen räumlich zusammen. und red.
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