Leckere Ideen für einen Klassiker
Zum Gastromarktplatz wird ein Rezeptheft zum Thema Quarkkeulchen vorgestellt

Ran an die Pfanne: Küchentrainer Hayk Seirig bereitete beim Live-Cooking auf dem Gastromarktplatz mehrere Variationen der Quarkkeulchen zu.Foto: Speiseräume
Leipzig. Hmmm, lecker: Quarkkeulchen sind Klasse! Noch besser wird es, wenn der Klassiker mal ganz neu interpretiert wird. Wie das geht, hat der Leipziger Gastromarktplatz 2026 gezeigt: Dort hat das Projekt Stadt-Land-Küche ein Rezeptheft mit zehn modernen Rezepten vorgestellt – gut möglich, dass man diesen schon bald in dem einen Restaurant und dem anderen Café begegnet.

Denn genau dies ist der Gastromarktplatz: Ein Treffpunkt für Menschen aus der (sächsischen) Gastronomie, bei dem man auch gleich noch die Kontakte zu lokalen und regionalen Lebensmittel-Produzenten knüpfen kann. Wobei anno 2026 nun mal dieser Klassiker Quarkkeulchen im Blickpunkt stand – was für die ein oder andere Überraschung sorgt. „Ich hätte nicht gedacht, dass man aus einem Quarkkeulchen so viele unterschiedliche Gerichte entwickeln kann. Bei der Vorstellung waren einige Rezepte dabei, die ich inspirierend fand und auch bei uns ausprobieren werde,“ sagt Corinna Pfundt vom Restaurant „Am Leipziger Tor“.

„Naheliegend. Zehn Quarkkeulchen für die sächsische Gastronomie“: So heißt das Rezeptheft, das beim Gastromarktplatz vorgestellt wird: Die Publikation zeigt in zehn Rezeptvariationen, wie sich das traditionelle Gericht zeitgemäß interpretieren und wirtschaftlich in unterschiedlichen gastronomischen Konzepten einsetzen lässt. Die Rezepte reichen von Mittagsgerichten über Imbissangebote bis hin zu kreativen Abendgerichten und machen deutlich, welches Potenzial in einem Klassiker steckt, den viele Gäste mit Kindheit, Heimat und vertrautem Geschmack verbinden. Was übrigens dank Live-Cooking auch vor Ort ausprobiert wird ... Das Schöne daran: Quarkkeulchen sind nicht nur geschmacklich spannend. Die Grundzutaten Kartoffeln, Quark und Eier sind in Sachsen regional verfügbar, ganzjährig planbar und wirtschaftlich kalkulierbar. Was sich auch in diversen Gesprächen beim Gastromarktplatz rausstellt, denn da sind 19 regionale und bio-regionale Erzeuger mit am Start.

„Für mich ist der Gastromarktplatz vor allem eine tolle Gelegenheit, mit Menschen aus der Gastronomie direkt ins Gespräch zu kommen. Im Alltag bleibt dafür oft wenig Zeit. Hier trifft man Küchenchefinnen, Küchenchefs und Gastronomen, mit denen man sich vielleicht schon lange einmal austauschen wollte“, sagt Annett Klötzing von der Pilzmanufaktur Steinbiß.

Dementsprechend positiv ist das Fazit, das Dr. Philipp Stierand, Projektleiter von Stadt-Land-Küche, letztlich ziehen kann: „Dass heute so viele Erzeuger und Gastronomiebetriebe zusammengekommen sind und neue Kontakte geknüpft haben, macht den Gastromarktplatz für uns zu einem vollen ­Erfolg.“ und red./jw

Infos:

www.stadt-land-kueche.de

Druckansicht