Los geht es um 17 Uhr in der Nikolaikirche mit dem traditionellen Friedensgebet. Die Predigt hält in diesem Jahr Superintendent Dr. Joachim Jeska aus Osnabrück – einer Stadt mit besonderer Friedenstradition, schließlich wurde dort 1648 der Westfälische Frieden verkündet. Jeska will in seiner Predigt eine Brücke zwischen beiden Städten schlagen. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst vom Bachchor an der Nikolaikirche und dem Ensemble Sankt Nikolai unter Leitung von Nikolaikantor Markus Kaufmann.
Um 18.15 Uhr folgt die „Rede zur Demokratie“, gehalten von der deutsch-amerikanischen Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver Ashbrook. Die USA-Expertin gilt als eine der profiliertesten transatlantischen Stimmen der Gegenwart und wird anhand der Entwicklungen in Amerika aufzeigen, wie liberale Demokratien von innen unter Druck geraten können – und welche Parallelen sich dazu auch in Europa finden lassen.
Den Abschluss und Höhepunkt bildet ab 19 Uhr das Lichtfest Leipzig, das erneut als Lichtweg durch die Innenstadt führt. Zwischen Nikolaikirche und Matthäikirchhof verbinden Lichtinstallationen, Performances und historische Bilder von 1989 Vergangenheit und Gegenwart. Internationale Künstlerinnen und Künstler gestalten die Installationen gemeinsam mit lokalen Partnern und Leipziger Schülerinnen und Schülern.
Ein besonderer Ort der Erinnerung ist das Kerzenpodest in Form der Zahl 89 an der Thomaskirche, Ecke Klostergasse. Dort können Besucherinnen und Besucher mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen. Der Lichtweg lässt sich in beliebiger Richtung begehen, orangefarbene Straßenleuchten weisen den Weg. Zu den sechs Stationen zählen unter anderem die Ausstellung „Unsere VerANTWORTung...“ auf der Grimmaischen Straße, die Lichtinstallation „Faces of Light“ am Zeitgeschichtlichen Forum sowie die Videoinstallation „Der Aktenschrank“ im Innenhof des Matthäikirchhofs .
Weitere Informationen zu dem Programm gibt es unter www.lichtfest.leipziger-
freiheit.de.