Engagement benötigt auch Unterstützung

Leipzig. Bekommt Leipzig eine Engagementstrategie? Beschlossene Sache ist die entsprechende Aufstellung schon seit 2017, nun liegt eine beschlussfähige Vorlage im Stadtrat. Und dies sehr zur Freude der Freiwilligen-Agentur Leipzig – allerdings verweist der Verein darauf, dass man für ehrgeizige Ziele auch konkrete Ressourcen benötige.

Und ehrgeizig sind die Ziele schon: So ist in der Beschlussvorlage festgehalten, dass man die Engagementquote in Leipzig um fünf Prozentpunkte von 20 auf 25 Prozent steigern möchte. „Damit daraus eine konkrete Stärkung des Engagements in Leipzig entsteht, müssen die in der Strategie formulierten Maßnahmen auch mit weitergehenden finanziellen und personellen Ressourcen untersetzt werden. Dies ist in der aktuellen Fassung nicht vorgesehen“, heißt es in einer Mitteilung der Freiwilligen-Agentur Leipzig.

Dabei verweist man darauf, dass die Strukturen für Engagementberatung, Vermittlung und Unterstützung nicht im gleichen Maße wie die Stadtbevölkerung mitgewachsen sei. Die Freiwilligen-Agentur erachtet deshalb einen Ausbau der Beratungskapazitäten und niedrigschwelliger Angebote in den Stadtteilen als notwendig. Ein Viertel der Leipzigerinnen und Leipziger gebe an, nicht ausreichend darüber informiert zu sein, wo und wie sie sich engagieren können. Auch die Rahmenbedingungen für Vereine müssten verbessert werden. Dazu gehören bezahlbare Räume in städtischen Liegenschaften, eine bessere Verknüpfung vorhandener Informationsplattformen sowie ein unbürokratisches Fördermodell mit mehr Transparenz. Bewährte Angebote wie die Leipziger Engagement.Messe und der Leipziger EhrenamtsPass sollten dauerhaft abgesichert werden.

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