Sichtungen melden!
Nach ersten Funden in Leipzig ruft das Landesamt für Umweltzur Wachsamkeit bei der Asiatischen Hornisse auf

Das Nest von Asiatischen Hornissen wurde in Leipzig-Grünau in 14 Metern Höhe in einer Lärche entdeckt und von dort entfernt. Die Hornissenexperten mussten dazu eine Spezialausrüstung ­anlegen.Foto: Philipp Schwertfeger
Leipzig. Die invasive Asiatische Hornisse hat Sachsen erreicht. Nach ersten Einzelfunden im August dieses Jahres sind die Behörden alarmiert: Leipzigerinnen und Leipziger werden aufgerufen, Sichtungen der Insekten frühzeitig zu melden, um eine weitere Ausbreitung der Art zu verhindern. Entsprechende

Mit einer Körperlänge von bis zu 2,4 Zentimetern ist die Asiatische Hornisse etwas kleiner als ihre heimische Verwandte, die Europäische Hornisse. Trotz der geringeren Größe gilt sie als potenzielle Bedrohung – vor allem für die Imkerei und den Obstanbau. Zudem befürchten Fachleute, dass die eingewanderte Art heimische Insekten verdrängen und so das ökologische Gleichgewicht stören könnte.

Die Untere Naturschutzbehörde warnt eindringlich davor, Nester eigenständig zu entfernen. Die Asiatische Hornisse verteidigt ihr Nest sehr wehrhaft, was für Laien gefährlich werden kann. Hinzu kommt ein weiteres Problem: die Verwechslungsgefahr mit heimischen, ökologisch wichtigen Wespen- und Hornissenarten. Diese stehen unter Schutz, und eine versehentliche Tötung oder Beeinträchtigung muss unbedingt vermieden ­werden.

Denn auch die einheimischen Wespen und Hornissen erfüllen wichtige Aufgaben im Naturhaushalt: Sie regulieren andere Insektenpopulationen und sind damit ein fester Bestandteil des ökologischen Gleichgewichts. Ihr Schutz bleibt daher ein ­zentrales Anliegen des Naturschutzes.

Wie ernst die Lage genommen wird, zeigte sich bereits am 25. August: Nach einer aufwendigen Suche wurde in Leipzig-Grünau ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt. An der Aktion beteiligten sich ehrenamtliche Imkerinnen und Imker, der NABU Leipzig, die Evangelisch-Lutherische Pauluskirchgemeinde in Grünau sowie mehrere Behörden. Das Nest befand sich hoch oben in einem Baumwipfel und konnte schließlich mithilfe einer Drehleiter der Branddirektion sicher entfernt werden. Der Fall zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Naturschutz und Einsatzkräften ist, um der Ausbreitung der Art frühzeitig zu begegnen.

Hinweise können über ein ­Meldeportal des Sächsischen ­Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) ­abgegeben werden, erreichbar unter sachsen.meldeportal.cloud.

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