Endlich wieder Eiszeit in Leipzig
Die KSW IceFighters starten an diesem Wochenende in die neue Oberliga-Saison 2026/2027

Leipzig. Die Vorfreude auf die neue Oberliga-Saison war den Spielern und dem Trainerteam der KSW IceFighters Leipzig seit Tagen deutlich ins Gesicht geschrieben. Das Warten hat nun endlich ein Ende. Am Freitag (nach Redaktionsschluss) wurde es bei den Hammer Eisbären erstmals ernst. Am Sonntag (16 Uhr) folgt gegen die Herforder Ice Dragons im anona ICEDOME das erste Heimspiel der Saison.

„Wir freuen uns sehr, dass es endlich losgeht“, blickte der neue Coach Håkan Åhlund bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz am Mittwoch auf das Start-Wochenende voraus: „Wir haben eine gute Truppe zusammen. Wichtig ist, dass wir gleich am Anfang erfolgreich sind, um in einen Flow zu kommen und unsere Saisonziele zu erreichen.“ Der schwedische Trainer, der im Sommer vom dänischen Erstligisten Rungsted Seier Capital nach Leipzig kam, ist längst nicht der einzige Neue bei den IceFighters. Ebenfalls neu in Leipzig sind Assistant Coach Petr Bares (zuletzt Headcoach der Passau Black Hawks) sowie Torwarttrainer Áron Kecskemeti. Mit Ludwig Anders und Rudolf Schmunk verfügen die Leipziger auch erstmals über zwei Athletiktrainer.

Auch der Kader wurde kräftig umgestellt. Elf neue Spieler kamen nach Leipzig, zehn Akteure verließen das Team. Neuer Mannschaftskapitän ist Neuzugang Jesse Roach. Dem Deutsch-Kanadier, der zuletzt beim Oberligisten SC Riessersee spielte, zur Seite stehen Jesper Alasaari und Tim Detig als Co-Kapitäne. Das IceFighters-Team ist nun mit 25,2 Jahren im Schnitt über zwei Jahre jünger als das der Vorsaison und das jüngste seit acht Jahren.

Insgesamt sieben Testspiele haben die Leipziger Kufencracks zwischen dem 23. August und dem 13. September absolviert. Die Bilanz: sechs Siege, eine Niederlage mit einer Torbilanz von 31:10. Vor allem die Begegnungen mit den beiden Südoberligisten Selber Wölfe und Höchstadt Alligators stechen heraus. Gegen Selb gab es einen 5:0 Auswärtssieg und einen 4:2 Heimsieg. In Höchstadt gewann man mit 5:1. Insgesamt 18 Leipziger Spieler konnten sich in den sieben Testspielen in die Torschützenliste eintragen.

In den vergangenen fünf Spielzeiten endete die Saison der KSW IceFighters viermal mit dem Playoff-Aus gegen den späteren Aufsteiger. Im Mai 2026 war nach 1:3 Siegen im Playoff-Achtelfinale gegen Memmingen Endstation, nachdem man als Siebter der Oberliga Nord in die KO-Runde eingezogen war. Für die kommende Spielzeit haben die Verantwortlichen den sechsten Platz, der mit der direkten Playoff-Qualifikation einhergeht, als Minimalziel herausgegeben.

Nicht nur sportlich, auch wirtschaftlich und infrastrukturell sind die KSW IceFighters auf einem guten Weg. Das Team geht mit einem Rekordetat von fast drei Millionen Euro in die neue Saison. Mehrere Premiumsponsoren, wie die anona GmbH und die Distart Education GmbH, haben ihr Engagement ausgebaut. Außerdem konnten zahlreiche neue Unternehmen als Partner dazugewonnen werden. Mit großer Dankbarkeit wurde außerdem der Beschluss des Leipziger Stadtrats Anfang Juli aufgenommen, die Sanierung der Nordkuppel des Kohlrabizirkus, unter der sich der anona ICEDOME befindet, voranzutreiben. Schrittweise sollen unter anderem Lüftungsanlage, Kälteanlage und Eisfläche inklusive Unterbau erneuert bzw. eingebaut werden. Auch der Einbau einer ab der übernächsten Saison in der Oberliga obligatorischen Flexbande wird erfolgen.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr geht die gemeinsame Pinktober-Aktion des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) und der KSW IceFighters Leipzig in die nächste Runde. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Brustkrebs“ machen die Partner auch 2026 im Brustkrebsmonat Oktober auf die Bedeutung von Vorsorge und Früherkennung aufmerksam und zeigen Solidarität mit Betroffenen. Unterstützt wird die Initiative vom Leipziger Unternehmen Distart Education GmbH. Ein weithin sichtbares Zeichen der Aktion sind auch in diesem Jahr die Pinktober-Trikots der KSW IceFighters, die bei jedem Heimspiel im Oktober getragen werden. und Andreas Wendt

Übrigens: Im Jahr 1901 – also vor 125 Jahren - startete die Geschichte des Eishockeysports in der Stadt Leipzig. Das Jubiläum wird in dieser Saison auf vielfältige Weise gewürdigt. Höhepunkt wird ein „Retro-Spieltag“ am 6. Dezember gegen die Hannover Scorpions, bei dem das Team in historisch anmutenden Trikots auflaufen wird.

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