„Dieses Jahr war es besonders knapp“
Das ist die Ferienbilanz der Leipziger Schullandschaft:Neuer Bildungscampus als Meilenstein in der Messestadt

Ein schöner Neustart: In die neue Petrischule ging’s mit einem fröhlichen Umzug.Foto: André Kempner
Leipzig. Rein ins neue Schuljahr und damit in ganz neue Erfahrungswelten! Das war das Motto für 5596 neu eingeschulte Leipziger Kinder, aber auch für 5130 Schulkinder, die nach den Sommerferien in die fünfte Klasse der weiterführenden Schule wechselten. Dies ist auch eine gute Gelegenheit für die Stadt Leipzig, mal eine besondere Ferienbilanz zu ziehen – mit Blick auf Bau- und Instandhaltungsarbeiten.

Mehrere Schulstandorte sind mit Beginn des neuen Schuljahres ans Netz gegangen. Und die Hälfte der Leipziger Schulen kamen in den Genuss einer Grundreinigung. Anspruchsvolle Aufgaben, befand auch Peter Hirschmann, Leiter des Amtes für Schulen: „Dieses Jahr war es besonders knapp. Umso mehr bin ich dankbar, dass aufgrund des großen Engagements der Kolleginnen und Kollegen vom Amt für Gebäudemanagement und Amt für Schule sowie der Schulleitungen, des Landesamtes für Schule und Bildung (LaSuB) und der beteiligten Firmen der Schulstart für die nochmals gestiegene Schülerzahl abgesichert ist.“

Nach seiner Einschätzung war dies ein Meilenstein in der Entwicklung der Leipziger Bildungslandschaft: Die Einweihung des neuen Bildungscampus am Lene-Voigt-Park in Reudnitz mit dem Bezug des fünfzügigen Neubaus für die Wilhelm-Busch-Schule in der Reichpietschstraße und dem Einzug des vierzügigen Gymnasiums Schraderhaus im Täubchenweg. Auch die Schülerinnen und Schüler der Petrischule beziehen zum Schuljahresbeginn dauerhaft den neuen Schulstandort in der Glockenstraße.

Unterdessen befinden sich rund 20 Schulstandorte derzeit im Bau, unter anderem der Campus Dösner Weg oder die Grundschule in Miltitz. Darüber hinaus hat man an vielen Bestandsschulen während der Sommerferien investiert: So wurden beispielsweise Fenster ausgetauscht oder instandgesetzt, Beleuchtung auf LED umgerüstet, Heizungen und Außenjalousien repariert, Sanitärbereiche instandgesetzt und Brandschutzmaßnahmen abgeschlossen. In Summe fließen im Jahr 2026 fast 14 Millionen Euro in die bauliche Unterhaltung der Schulen, wobei die Priorität auf dem Erhalt der Gebäudefunktion und der Sicherheit liegt.

Ab dem neuen Schuljahr 2026/2027 startet das neue Gymnasium Friesenstraße zunächst mit drei fünften Klassen als Außenstelle der Robert-Schumann-Straße, bevor die Schule im darauffolgenden Schuljahr bis zur Fertigstellung des Schulgebäudes in der Friesenstraße die Räumlichkeiten der Oberschule in der Georg-Schwarz-Straße nutzen wird. Die Immanuel-Kant-Schule wird um den Interimsstandort in der Paul-Gruner-Straße erweitert, der durch den Umzug der ­Petrischule frei wird. Um zudem die Förderschul-Kapazitäten weiter zu erhöhen, wird zunächst in der Anhalter Straße ein neues Werkstufenzentrum als Außenstelle der Lindenhofschule eingerichtet.

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