Feuer und Flamme!
Zum Leipziger Olympiaball gings um Bewerbungen und Ehrungen

Da lag olympischer Geist in der Luft: Beim Leipziger Olympiaball wurden auch viele Medaillen für die Messestadt gefeiert.Foto: Sportstadt Leipzig
Leipzig. Da lag olympischer Geist in der Luft! Zum 32. Mal hatte man geladen zum Leipziger Olympiaball und zwar in die Kongresshalle am Zoo: Der Abend stand ganz im Zeichen der fünf olympischen Ringe und dies sogar mal wieder ein wenig mehr als gewohnt – denn da läuft ja die Bewerbung Berlin+, die die Spiele auch in die Messestadt holen soll.

Klare Sache, dass man bei dieser Gelegenheit mal die Sportstadt Leipzig auf den aktuellen Stand bringt: Dafür waren Sachsens Innenminister Armin Schuster und der Olympiabeauftragte von Leipzig Heiko Rosenthal am Start. Und ersterer erklärte: „Berlin war von Anfang an begeistert, dass Leipzig dabei ist. Die Stärke der Bewerbung ist, dass es das einzige authentische One-Village-Konzept ist. Und Leipzig ist das Filetstück der Bewerbung.“

Leipzigs Olympiabeauftragter Heiko Rosenthal ergänzte: „Berlin hat schnell nach Partnern gesucht und wir waren im Rathaus sofort Feuer und Flamme. Die Sportstadt Leipzig zeigt immer wieder, wie hervorragend sie Sportgroßereignisse organisieren kann.“ Im Hinblick auf die durch das sächsische Kabinett zugesagten 60 Millionen Euro für die Sanierung der Quarterback Immobilien Arena und den Neubau einer Ballsporthalle sagte Rosenthal: „Ich gebe Ihnen heute das Versprechen, dass das Sportforum bis 2035 in neuem Glanz erstrahlen wird.“ Zum Abschluss des Talks stimmten die Gäste im Saal vorab für den nationalen Kandidaten ab. Knapp 300 Stimmkarten gingen in die Höhe – eine klare Entscheidung für die Konzeption Berlin+.

Ach ja – ausgezeichnet wurde bei dem Olympiaball auch wieder. Ist ja längst Tradition. Und zu würdigen gab’s ja auch ne ganze Menge: Insgesamt 36 Medaillen standen zur Ehrung für hervorragende Leistungen: 16 mal Gold, 14 mal Silber und sechs mal Bronze. Stellvertretend für etliche erfolgreiche Sport­momente kamen Julius Schüller und Martin Schulz zu Wort. ­Julius Schüller holte im November bei der Junioren-WM Gold im Doppelzweier.

Seine junge Disziplin Beach Sprint gehört bei den Olym­pischen Spielen 2028 in Los Angeles erstmals zum offiziellen Programm. Martin Schulz zählt zu den besten Para-Triathleten weltweit. Im Jahr 2025 bestätigte er seine Dominanz mit Gold bei der EM und Bronze bei der WM. Beim Olympiaball verkündete er, dass er auch bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 angreifen möchte.

Zu möglichen Olympischen und Paralympischen Spielen in seiner Stadt hat der erfahrene Olympionike eine klare Meinung. „Es ist großartig, was das mit der Stadt und den Menschen macht. In Paris zum Beispiel war das Wir-Gefühl spürbar. Das ist ein riesen Mehrwert für die Gesellschaft. Es wirkt auch in den Breitensport – das ist ganz wichtig, dass viele Kids Sport treiben, sodass mehr Talente in der Spitze ankommen.“ und red./jw
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