Der Titel der Arbeit geht auf den DEFA-Film „Der schweigende Stern“ aus dem Jahr 1960 zurück, eine gemeinsame Produktion der DDR und Polens. Darin reist eine internationale Astronauten-Crew zur Venus, um die Erde vor einer nuklearen Katastrophe zu retten – ein Stoff, der vor dem Hintergrund der Atombombentests der 1950er-Jahre entstand und das Wettrüsten des Kalten Krieges spiegelt.
Fleury greift dieses Thema auf, verwandelt den Schrecken jedoch in Humor und Glamour: Ihre Raketen erinnern mit ihren poppigen Farben eher an Lippenstift oder Nagellack als an Waffentechnik, die weichen, glitzernden Oberflächen nehmen ihnen jede Aggressivität. Angesichts aktueller politischer Spannungen und neuer Aufrüstung wirkt das Werk erstaunlich aktuell – und erinnert zugleich daran, dass Liebe stärker sein kann als Bedrohung. Für die besondere Architektur des MdbK scheinen die Raumschiffe wie gemacht: Man könnte fast glauben, sie stünden kurz davor, durch die Decke des Museums zu starten.
Zu sehen ist die Schau bis zum 5. September 2027. ww.mdbk.de