Am Anfang war die „Rummeltruppe“, im Jahr 1976 benannt nach der Blockflötistin Luise Rummel – inzwischen ist daraus die Jugendmusiziergruppe „Michael Praetorius“ geworden. Und Luise Rummel ist dem Ensemble immer noch verbunden: „Der Name mag antiquiert klingen, aber der Name ist in unserem Falle wirklich Programm: Hier wird musiziert, mal mit höherem Anspruch, z. B. als Virtuose auf der Violine oder Blockflöte, dann aber auch mal ganz schlicht mit Schellentrommel oder einem historischen Instrument. Und schließlich legen zuweilen die Instrumentalisten die Instrumente beiseite und singen.“ Inzwischen gibt es ca. 500 ehemalige „Praetorianer“, wie sie sich selbst nennen. Sie umfassen drei Generationen: Die Ältesten sind ca. 60 Jahre alt, die jüngsten 19, 20. Sie kommen aus allen Berufsgruppen, von Logopädin bis zum Pfarrer; auch Profimusikerinnen und -musiker sind darunter. Erleben kann man einige „Praetorianer“ am Samstag, 12. September, ab 16 Uhr: Dann gibt es die entsprechende Open Stage im Westkreuz/Heilandskirche.
Zum Festkonzert am Freitag, 11. September, präsentiert das Ensemble Werke aus fünf Jahrhunderten von Susato, Schein, Pachelbel, Challinger und natürlich Michael Praetorius. Da sich die Jugendmusiziergruppe auch zeitgenössischen Kompositionen für ihre ungewöhnliche Besetzung widmet, ist außerdem eine Uraufführung von Florian Kästner dabei.
Bleibt noch ein letzter Termin: Am Sonntag, 13. September, sind ab 11 Uhr ebenfalls wieder ehemalige „Praetorianer“ gefragt. Sie sind bei Festgottesdienst in der Heilandskirche dabei.
Infos: www.praetoriusleipzig.de