Gut, das ist kein Film über Architektur – eher einer über jene Menschen, die im DDR-Sozialismus Architektur in der Realität geschaffen haben. Im Speziellen über Brigadier Hans Balla, gespielt von Manfred Krug, der auf der Großbaustelle in Schkona schafft und seine Truppe Zimmermänner mit unkonventionellen Methoden zu Höchstleistungen anspornt. Er legt sich dabei mit dem neuen Parteisekretär (Eberhard Esche) an und konkurriert mit ihm um eine Frau (Krystyna Stypułkowska). Regisseur Frank Beyer ging der DDR-Führung mit seinen Schilderungen von Pfusch, Planerfüllung und einem moralisch fragwürdigen Parteisekretär entschieden zu weit. Die DEFA-Produktion konnte erst 1989 rehabilitiert werden – und ist heute gleichwohl zeitlos und ein wichtiges Stück Filmgeschichte.
Die Veranstaltung im UT Connewitz beginnt um 18 Uhr: Passend zum Filmtitel stellt Dr. Stephanie Weismann vom Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) dann die Idee der „Leipziger Pflastergeschichte/n“ vor. Das Projekt lädt Menschen ein, ein persönliches Erlebnis zum Bodenbelag in der Stadt zu teilen – egal ob zu Resten vom Holzpflaster am Alten Rathaus oder zu Kupferschlackesteinen unterm Asphalt der Thomasiusstraße. So soll gemeinsam Stadtgeschichte geschrieben werden. Gegen 19 Uhr wird „Spur der Steine“ gezeigt.
Infos: www.leipzig.de/
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