Ein Pfand-Scheck, ein Literaturpreis und eine Medaille
Ein schöner Moment für Daniela Trujillo von der Bürgerstiftung Leipzig: Sie kann von Philipp Franke den Becherpfand-Spendenscheck entgegen nehmen.Foto: ZSL GmbH
Ja, auch dies gibt es: Menschen, die bei Veranstaltungen in der Quarterback Immobilien Arena einfach ihren Becherpfand da lassen. Zwischen Oktober und Dezember 2025 kamen dabei immerhin stabile 2000 Euro zusammen und die gehen nun als Spende an das Bildungsprogramm „Die Wunderfinder“ der Bürgerstiftung Leipzig. „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Es freut uns, dass unsere Gäste mit ihrer Becherspende dazu beitragen, jungen Menschen neue Chancen zu eröffnen“, sagt Philipp Franke, Geschäftsführer der ZSL Betreibergesellschaft mbH, bei der Scheckübergabe. Über den freuen konnte sich übrigens Daniela Trujillo, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit der Bürgerstiftung Leipzig. Ach ja – die Pfandspende-Aktion geht natürlich weiter: Die Einnahmen aus der ersten Jahreshälfte 2026 gehen an den Verein Wabe, einem freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Ab September kommen die Einnahmen dem Leipziger Verein LeseLust zugute, der sich für die Leseförderung von Kindern und Jugendlichen engagiert.Ein Glückwunsch der Woche geht an die Leipziger Schriftstellerin Heike Geißler: Sie wird am 15. Oktober mit dem Sächsischen Literaturpreis geehrt – und zwar in der Leipziger Stadtbibliothek. Diese Wahl hat jene Jury getroffen, die vom Sächsischen Literaturrat eingesetzt wurde – prominent besetzt mit ehemaligen Direktor der Leipziger Buchmesse Oliver Zille als Juryvorsitzenden, der Journalistin und Literaturkritikerin Dr. Katrin Schumacher, der Literaturwissenschaftlerin und Lektorin Professorin Silke Horstkotte, der Veranstaltungskuratorin Odile Vassas sowie dem Literaturkritiker und Autor Dr. Burkhard Müller. Das Quintett sparte nicht an lobenden Worten: „Den Sächsischen Literaturpreis 2026 kennt die Jury einer Autorin für ihr über zwanzigjähriges Schaffen zu, Jahre, in denen sich Heike Geißler den Status einer der interessantesten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur erschrieben hat.“ Und die sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch ergänzt: „Wir zeichnen eine Autorin aus, die unseren Alltag und die moderne Gesellschaft mit großer Präzision analysiert. Ihre Texte übersetzen komplexe Beobachtungen und gesellschaftliche Widersprüche in eine klare und bisweilen humorvolle literarische Form.“Und auch das ist einen Glückwunsch allemal wert: Über eine ganz besondere Auszeichnung kann sich dieser Tage der Leipziger Professor Christian Wittekind freuen: Der emeritierte Direktor des Instituts für Pathologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) wurde auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP) mit der Rudolf-Virchow-Medaille ausgezeichnet. Es ist die höchste Ehrung der DGP für ein herausragendes Lebenswerk auf dem Gebiet der Pathologie. „Diese Medaille wurde seinerzeit von meinem späteren Chef am Uniklinikum Freiburg ins Leben gerufen und 1981 erstmals verliehen“, erinnert sich der 75-Jährige: „Es ist für mich eine große Ehre, 45 Jahre später nun selbst diese Auszeichnung zu erhalten. Da Virchow sich viel mit Klassifikationen in der Medizin beschäftigt hat und das immer auch ein zentrales Thema meiner Arbeit war, passt das tatsächlich dann auch inhaltlich ganz hervorragend.“