Der Standort hat Tradition. Und er birgt eigentlich schon immer ein gewisses Konfliktpotenzial – das kann man bei jedem Regionalliga-Heimspiel der BSG Chemie Leipzig durchaus hautnah miterleben. Am Alfred-Kunze-Sportpark treffen Wohnraum, Gewerbe und Sportbetrieb mit teils hohem Besucheraufkommen aufeinander. Zudem grenzt das Gebiet an den geschützten Leipziger Auwald. Umso größer die Herausforderung, ein langfristiges Gleichgewicht und verträgliches Nebeneinander zu bewahren – was nun mit dem neuen Bebauungsplan gelingen soll.
Dabei soll das Plangebiet in drei Bereiche gegliedert werden: Neben dem Entwicklungsbereich des Stadions und der Sportanlagen für den Vereins-, Schul- und Breitensport soll auf der nördlichen Fläche ein „Sportpark“ mit hohem Grünanteil entstehen, während im südlichen Teil bestehender Wohnraum und private Grünflächen berücksichtigt werden. Gleichzeitig soll eine Änderung des Flächennutzungsplans auch die formellen Voraussetzungen für den Bebauungsplan der zweitgrößten kommunalen Sportstätte schaffen.
Über beide Vorlagen entscheidet abschließend der Stadtrat. Im Anschluss wird der Entwurf im Amtsblatt veröffentlicht, so dass sich Bürger, Verbände und Vereine weiter in die Diskussion einbringen können. Der neue Bebauungsplan verfolgt das Ziel der Leipzig-Strategie, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Erhalt und die Weiterentwicklung vorhandener kommunaler Sportflächen zu schaffen. Dadurch werden quartiersnahe und bedarfsorientierte Sportangebote unterstützt.
Die Modernisierung des 1920 eröffneten Sportparks ist Teil der Sportstättenentwicklungsplanung sowie des Sportprogramms 2024 der Stadt Leipzig und wird mit Mitteln des Bundes gefördert. und red.