Jeder kennt Kneipp-Wassertretbecken, aber kennen sie Kneipp-Venentreppen? Leipzig hat jetzt eine eingeweiht. Schon lange ist bekannt, dass Treppenlaufen gesund und fit hält. Doch bei Kneipp-Venentreppen geht es nicht darum, dass möglichst viele Treppenstufen hochgelaufen werden. Die Idee dahinter ist, dass man auf den einzelnen Stufen Übungen macht. Auf Zehenspitzen, Ballen, Fersen werden die Venen gestärkt und der Gleichgewichtssinn trainiert. Im Mai hat der Kneipp-Kurort Bad Lausick die ersten beiden sächsischen Kneipp-Venentreppen in der Nähe der Festbühne Schmetterling eingeweiht.
Nun folgte Leipzig: Am Angelika-Stift laden zwei Stufen vor dem Eingang zu den Venenübungen ein und machen dadurch diese Treppe zur bundesweit kleinsten Kneipp-Venentreppe. Petra Billwitz, Vorsitzende vom Kneipp-Verein Leipziger Land, lädt Vorbeikommende gerne ein, sich an den Treppenstufen zu versuchen. Wer hingegen Lust auf einen Storchengang durchs Wassertretbecken hat oder lieber über einen Barfußpfad laufen will, ist ebenfalls herzlich willkommen: Im Garten des Pflegeheimes befinden sich diese Einrichtungen und dürfen genutzt werden.
Doch als Großstadt ist Leipzig prädestiniert noch mehr solcher Kneipp-Venentreppen auszuweisen, sagt ihr Kollege vom Kneipp-Bund Deutschland Peter Wolff. Seit zwölf Jahren Wahl-Leipziger ist er seit gut zwei Jahren gewissermaßen der „Treppen-Beauftragte“ der Kneipp-Bewegung. „Wenn der politische Wille da ist, wird an einer Treppe im Öffentlichen Raum ein Schild mit vier Venenübungen angebracht – fertig ist die Kneipp-Venentrepppe“, erklärt er – günstiger könne keine Kommune eine Gesundheitsstation schaffen.
Initiieren können eine solche Investition übrigens auch private Eigentümer etwa von Hotels oder eben Seniorenheimen, die zu mehr Gesundheitsbewußtsein animieren wollen. Entsprechende Beratung geben Peter Wolff und Petra Billwitz gerne. Denn eines ist klar: Das Element „Bewegung“ der Kneipp-Säule – neben Wasser, Ernährung, Heilpflanzen und Lebensordnung – trage nach Einschätzung von Peter Wolff dazu bei, dass die Kneipp’schen Ideen in die heutige Zeit transferiert werden können. Mit Erfolg: Immerhin seit zwölf Jahren sind dies ein Immaterielles Kulturerbe in Deutschland. und red./pwInfos: www.kneipp-sachsen.de/leipziger-land; Kontakt: Peter Wolff, E-Mail: info@wolff-pr.de