Zwischen Mittelalter und Gegenwart
Das Soziokulturelle Zentrum Frauenkultur lädt im August zu zwei besonderen Veranstaltungen ein – eine erinnert an eine außergewöhnliche Leipzigerin, die andere führt auf den Spuren verfolgter Frauen

Leipzig. Der August hält im Soziokulturellen Zentrum Frauenkultur Leipzig ein vielfältiges Programm bereit – von Tanzkursen über Schreibwerkstätten bis hin zu Sportangeboten. Zwei Veranstaltungen stechen dabei besonders hervor: Am Mittwoch, 19. August, nimmt der Arbeitskreis „Aufarbeitung Hexenverfolgung“ der Frauenkultur Leipzig Interessierte mit auf einen historischen Stadtrundgang. Von 17 bis 19 Uhr geht es durch Leipzigs Innenstadt – Treffpunkt ist der Brunnen am Nikolaikirchhof. Unter dem Titel „Frauenalltag und Hexenverfolgung in Mittelalter und Früher Neuzeit – und was uns aus dieser Zeit bis ins Heute begleitet“ beleuchten Christiane Dietering und Christine Rietzke regionale wie überregionale Aspekte der Hexenverfolgung. Eine Anmeldung ist bis zum 18. August erforderlich. Nur eine Woche später, am Donnerstag, 27. August, um 17 Uhr, findet in der Frauenkultur eine Gedenkveranstaltung für die Schriftstellerin und Philosophin Dr. Eva Lehmann-Lilienthal statt. Im Mai 2026 war sie gestorben, im August hätte sie ihren 95. Geburtstag gefeiert. Als Tochter einer jüdischen Mutter gehörte sie zu den wenigen jüdischen Überlebenden des Holocaust in Leipzig. Lehmann-Lilienthal studierte Philosophie bei Ernst Bloch, engagierte sich nach 1989 für eine neue gesamtdeutsche Verfassung und war 1992 Mitbegründerin der Ephraim-Carlebach-Stiftung.

Infos:

www.frauenkultur-leipzig.de

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