Leipzig ist die siebtgrößte Stadt im Land

Leipzig wächst – und zwar nicht nur auf dem Papier: Inzwischen rangiert man in der Wertung der größten Städte des Landes auf dem siebten Platz.Foto: André Kempner
Leipzig. Nach den amtlichen Einwohnerzahlen ist Leipzig derzeit die siebtgrößte Stadt in Deutschland. Im Jahr 2025 verzeichnete Leipzig einen Zuwachs um 4082 Personen und überholte damit Stuttgart. In der schwäbischen Metropole ging die Bevölkerungszahl zeitgleich um 3298 zurück.

Aus Leipziger Sicht ist es jetzt nicht mal mehr weit zur sechstgrößten Stadt Düsseldorf. Gemäß der Daten der Statistischen Landesämter, die jüngst veröffentlicht wurden, kam Düsseldorf am 31. Dezember 2025 auf 619 444 Einwohner – ein Plus von 759 Personen. Dahinter folgte Leipzig mit 615 932 Personen – ein Plus von 4082.

Auf den Plätzen acht und neun finden sich Stuttgart mit 609 365 sowie Dortmund mit 600 880 Einwohnern. Die Daten der Statistischen Landesämter gelten als amtlich. Sie sind maßgeblich für alle gesetzlich geregelten Verfahren – etwa beim Länderfinanzausgleich, beim kommunalen Finanzausgleich und auch bei Wahlkreisein­teilungen.

Um die Frage, ob Leipzig mehr Bürgerinnen und Bürger zählt als Stuttgart, gab es vor einiger Zeit Verwirrung. Erst lag Stuttgart vorn, dann zog Leipzig vorbei. Doch im Zuge der letzten Volkszählung (Zensus 2022) korrigierte das Statistische Landesamt Sachsen die Zahlen für die Messestadt um rund 13 000 Personen nach unten. Damit fiel Leipzig im bundesweiten Vergleich wieder zurück auf den achten Platz.

Gegen die Zensus-Ergebnisse legte die Stadt Widerspruch ein. Grund: Die Finanzausstattung einer Kommune hängt auch von ihrer amtlichen Einwohnerzahl ab. Es folgte ein Rechtsbehelfsverfahren. Wie der Stand dabei ist? Dazu wollte sich das Neue Rathaus wegen des laufenden Verfahrens nicht äußern.

Das Sächsische Landesamt für Statistik teilte auf Nachfrage mit, es handle sich bei den aktuellen Zahlen für Leipzig um die übliche Bevölkerungsfortschreibung. Die in Kamenz ansässige Behörde hatte vor einigen Tagen die amtlichen Zahlen für 2025 vorgelegt.

Demnach verlor Sachsen im vergangenen Jahr insgesamt 15 823 Einwohnerinnen und Einwohner. Bemerkenswert dabei: Alle Landkreise mussten Verluste hinnehmen. Am stärksten betraf das den Landkreis Zwickau (-3159), den Erzgebirgskreis (-3120) und den Vogtlandkreis (-2713).

Nur kleinere Verluste betrafen den Landkreis Leipzig (-611), Nordsachsen (-783) und Meißen (-887). Die Landeshauptstadt Dresden verlor 2140 Einwohnerinnen und Einwohner, was zu einer neuen amtlichen Einwohnerzahl von 562 764 führte. ­Hingegen legte Chemnitz um 1634 Menschen zu auf 247 252.

Neben den amtlichen Zahlen gibt es noch Angaben aus den Melderegistern der Rathäuser und Landratsämter. Sie weichen stets etwas von den Daten der Statistischen Landesämter ab, weil sie anders ermittelt werden. Trotzdem werden die (nicht amtlichen) Melderegister-Zahlen von vielen Kommunen genutzt, weil sie schneller verfügbar sind und mehr Details enthalten: Zum Beispiel spiegeln sie auch die Verteilung der Einwohner auf einzelne Stadtteile.

Laut dem Leipziger Melderegister verzeichnete die Messestadt am 31. Dezember 2025 insgesamt 633 592 Bürgerinnen und Bürger mit Hauptwohnsitz, in Stuttgart waren es am gleichen Stichtag 605 663. Folglich zählt Leipzig auch laut den Melderegistern mehr Einwohner als die Hauptstadt von Baden-Württemberg. Übrigens – die fünf größten Städte in Deutschland waren am gleichen Stichtag und auf Grundlage des Zensus: Berlin (3 700 577), Hamburg (1 869 473). München (1 505 036), Köln (1 025 523) und Frankfurt-Main (760 656). und JR
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