Ein Jahr voller Kaffeeduft und Stadtgeschichte
Mehr als 50 000 Gäste besuchten das Haus„Zum Arabischen Coffe Baum“ nach der Wiedereröffnung im ersten Jahr

Das Museum „Zum Arabischen Coffe Baum“ zeiht nach einem Jahr Wiedereröffnung eine positive Bilanz.Foto. André Kempner
Leipzig. Seit über 300 Jahren ist das Haus „Zum Arabischen Coffe Baum“ im Herzen der Leipziger Altstadt ein Ort des Kaffees und der Begegnung. Nun feiert es ein besonderes Jubiläum: Genau ein Jahr ist es her, dass das Haus nach sechs Jahren aufwendiger Sanierung am 1. Juli 2025 seine Türen wieder öffnete – und die Resonanz übertrifft alle Erwartungen.

Mehr als 50 000 Gäste haben seitdem das Haus besucht, das Museum, Café und Restaurant unter einem Dach vereint. Rund 4000 Menschen schauen sich jeden Monat die Ausstellung zur Kaffeehaus- und Stadtgeschichte an. Kuratorin Maike Günther zeigt sich begeistert: „Wir haben Führungsanfragen in traumhaftem Ausmaß. Viele verbinden ihre Familienfeiern und Jubiläen im Restaurant mit einer Führung durch das Museum.“

Die 16 historischen Museumsräume erzählen die facettenreiche Geschichte des Kaffees – von strengen Kaffeehausordnungen des 18. Jahrhunderts über die Kaffeekrise der DDR bis hin zu globalen Handelsbeziehungen der Gegenwart. Besucher begegnen August dem Starken, Johann Sebastian Bach und der legendären Melitta-Filtertüte. Seit 1711 wird in dem barocken Baudenkmal ausgeschenkt, das einst Johann Christoph Gottsched und Robert Schumann anzog – und später auch Bill Clinton sowie Kurt Masur.

Gastgeber Sven Gerling zieht ein positives Fazit: „Dieses Haus atmet Geschichte, aber es lebt durch die Menschen.“ Die Symbiose aus Gastronomie und Museum sei aufgegangen, auch wenn das erste Jahr eines des intensiven Lernens gewesen sei.

Der Museumseintritt ist kostenfrei, geöffnet ist täglich von 11 bis 19 Uhr.

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