Gutes tun, wodie Giraffen wohnen
Das Universitätsklinikum Leipzig lädt im Juli zur Blutspende in den Zoo ein

Die UKL-Blutbank übernimmt im Zoo Leipzig die Patenschaft für zwei Rhesusaffen. Bei der Übergabe dabei waren Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL, Zoo-Direktor Jörg Junhold, Malvina Bourgeois, stellv. Leiterin des Instituts für Transfusionsmedizin am UKL sowie Alexander Müller vom ITM-Spendermanagement. (v.l.n.r.).Foto: Zoo Leipzig
Leipzig. Wer in den Sommerferien ohnehin in den Zoo wollte, kann dort diesmal gleich Leben retten: Vom 13. bis 17. Juli wird die Blutbank des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) für eine Woche in den Zoo Leipzig verlegt. Jeweils von 10 bis 16 Uhr können Spendewillige über den Event-Eingang zum Gondwanaland kommen – kostenlos und mit einer Tageskarte als Dankeschön im Gepäck.

Der Grund für die ungewöhnliche Aktion ist ein ganz praktischer: In den Sommerferien gehen die Blutspenden erfahrungsgemäß zurück, obwohl der Bedarf im Klinikum gleich bleibt. Täglich werden am UKL Blutprodukte benötigt – für Operationen, Krebstherapien, Notfälle oder schwere Geburtskomplikationen. „Gerade in der Reisezeit ist es wichtig, die Versorgung schwerkranker Patientinnen und Patienten zuverlässig sicherzustellen“, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL.

Doch die Aktion unter dem Motto „Tierisch gut: Spende Blut!“ hat noch eine zweite Geschichte zu erzählen – eine, die tief in die Medizingeschichte führt. Denn zeitgleich hat die UKL-Blutbank eine Tierpatenschaft für zwei Rhesusaffen im Zoo Leipzig übernommen. 800 Euro fließen damit in die Pflege der Tiere, deren Artgenossen einst der Medizin einen wichtigen Dienst erwiesen: Nach Versuchen mit Rhesusaffen wurde 1940 der Rhesusfaktor entdeckt – jenes Merkmal auf roten Blutzellen, das auf jedem Blutspendeausweis steht und bei jeder Transfusion berücksichtigt werden muss.

„Auch wenn die AB0-Blutgruppe passt, muss zusätzlich noch der Rhesusfaktor stimmen. Andernfalls kann die Verträglichkeit der Transfusion gefährdet sein“, erklärt Malvina Bourgeois, stellvertretende Leiterin des Instituts für Transfusionsmedizin am UKL. Mit dem neuen Patenschaftsschild direkt am Gehege soll dieser Zusammenhang für Zoobesucherinnen und -besucher anschaulich werden.

Zoo-Direktor Jörg Junhold freut sich über die Kooperation: „Der Zoo ist ein Ort, an dem Wissen anschaulich vermittelt wird. Dass daraus zugleich ein konkreter Aufruf zur Blutspende entsteht, macht diese Zusammenarbeit besonders passend.“

Mitmachen kann fast jeder: Wer mindestens 18 Jahre alt ist, mindestens 50 Kilogramm wiegt und gesund ist, kann Blut spenden. Die ganze Aktion dauert inklusive Anmeldung und Ruhepause etwa eine Stunde. Personalausweis nicht vergessen. Infos: www.blutbank-leipzig.de

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