Das Herzstück des Bühnenprogramms ist der Auftritt von Akaishi Daiko. Das Taiko-Ensemble aus der japanischen Bergregion Kawanehoncho verbindet kraftvolle Trommelrhythmen mit Flöten und Gongs – ein Stil, der auf den legendären Daihachi Oguchi zurückgeht, der diese Form des Kumi-Daiko-Trommelns einst begründete. Oguchi leitete bei der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele 1998 in Nagano ein Ensemble von 2000 Trommlern. Sein Vermächtnis lebt in Akaishi Daiko fort.
Wer eher die stille Eleganz Japans sucht, findet sie bei Chihoco Yanagi. Die Tänzerin präsentiert Shin Buyo, eine klassische japanische Tanzform, die durch präzise Bewegungen und ausdrucksstarke Gesten komplexe Emotionen und kulturelle Erzählungen vermittelt. Ergänzt wird das Bühnenprogramm durch ein Shamisen-Trio, das traditionelle japanische Lautenmusik erklingen lässt.
Geschichte zum Anfassen bietet der Verein Sengoku aus Naumburg: Die Mitglieder stellen handgefertigte Rüstungen und authentische Waffen aus der Zeit der Streitenden Reiche (1467 bis 1615) vor – und Besucher dürfen sogar selbst in eine Rüstung schlüpfen. Abseits der Bühne laden Marktstände und Aktionsflächen zum Entdecken ein: Origami falten, Tee und Sake verkosten, Kimonos bestaunen oder japanische Kalligrafie auf Reispapier erleben – das Festival vereint Kultur, Kunst und Kulinarik unter einem Dach. Am Sonntag erwartet die Besucher zudem eine Kimono-Modenschau.
Das Japan Festival findet am Samstag von 12 bis 22.30 Uhr und am Sonntag von 10 bis 20 Uhr statt. Tickets sind für 9,90 Euro im Vorverkauf unter:
www.honky-tonk.de erhältlich.