Friedensgebet in der Nikolaikirche

Leipzig. Auch in diesem Jahr widmet die Stadt Leipzig gemeinsam mit der Nikolaikirchgemeinde und mit Unterstützung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft (DJG) dem Anliegen des Städtenetzwerkes „Mayors for Peace“ ein Friedensgebet. Am 6. Juli, 17 Uhr, sind dazu alle Interessierten in die Nikolaikirche gebeten.

Für die Stadt Leipzig wird Bürgermeisterin Skadi Jennicke ein Grußwort sprechen. Bereits ab 15 Uhr (und bis zum 9. Juli) kündet die Flagge des Bündnisses – eine weiße Taube auf grünem Grund – am Neuen Rathaus vom Anliegen einer friedlichen Welt ohne Atomwaffen.

Das internationale Städtenetzwerk „Mayors for Peace“ wurde im Jahr 1982 gegründet und geht auf die Initiative der Städte Hiroshima und Nagasaki zurück. „Nie mehr Hiroshima! Nie mehr Nagasaki!“ – ist die Botschaft am „Flaggentag“ des Bündnisses, dem sich weltweit mittlerweile gut 8600 Städte und Gemeinden aus 166 Ländern angeschlossen haben. In Deutschland sind mehr als 900 Mitglieder dem Bündnis beigetreten, Leipzig gehört seit 2005 dazu.

Der jährliche Flaggentag am 8. Juli erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom 8. Juli 1996. Darin heißt es, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen generell mit den Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts unvereinbar sind.

Das Gutachten ist zwar nicht bindend, aber dennoch von großer Bedeutung: Die Staaten der Weltgemeinschaft werden an ihre „völkerrechtliche Verpflichtung“ gemahnt, weiterhin ernsthafte Verhandlungen zur Beseitigung von Kernwaffen aufzunehmen

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