Trotz der hochsommerlichen Temperaturen und deshalb notwendiger Programmänderungen stießen die Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet auf großen Zuspruch. Begegnungen, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Theater, Führungen und Gespräche machten die Vielfalt jüdischen Lebens in Leipzig eindrucksvoll sichtbar.
Für das Themenjahr hatten das Kulturamt Leipzig und das Ariowitsch-Haus eigens den gewohnten zweijährigen Turnus verlassen und bereits ein Jahr nach der erfolgreichen Ausgabe 2025 erneut ein Festival auf die Beine gestellt. Mehr als 70 Leipziger Institutionen und Vereine beteiligten sich mit eigenen Beiträgen und machten die Jüdische Woche zu einem sichtbaren Gemeinschaftsprojekt der Stadtgesellschaft.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Erinnerungskultur. Die Veranstaltung zum 25-jährigen Bestehen der Gedenkstätte Große Synagoge Gottschedstraße, die tägliche Konzertreihe „Musik an der Gedenkstätte“ sowie zahlreiche Gespräche, Lesungen und Ausstellungen schufen Räume für Austausch und Begegnung. Die Abschlussveranstaltung mit dem Leipziger Synagogalchor und EmBRASSment bildete einen eindrucksvollen Schlusspunkt der Festivalwoche.
Seit 1995 ist die Einladung der Nachfahren der ehemaligen jüdischer Leipzigerinnen und Leipziger ein fester Bestandteil der Jüdischen Woche.
Auch in diesem Jahr folgten mehr als 80 Gäste aus Israel, den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Spanien der Einladung in die Heimatstadt ihrer Familien.
Beim feierlichen Empfang im Alten Rathaus wurden sie von Sozialbürgermeisterin Martina Münch willkommen geheißen – ein bewegender Ausdruck gelebter Erinnerungskultur und der engen Verbundenheit mit Leipzig.