Fußball, Literatur und jüdische Stimmen
Zwei Leipziger Literaturshows treffen aufeinander: Am 8. Juli debattieren Anne Rabe und Ruben Gerczikow über Politik, Sport und Antisemitismus

Leipzigs neue Literaturshow „SpeakEasy“ mit Rebecca Maria Salentin – her mit Autorin Dorothee Elmiger – ist normalerweise im UT Connewitz angesiedelt.Foto: Dirk Knofe
Leipzig. Was haben Fußball und Literatur gemeinsam? Mehr, als man denkt – zumindest an diesem Abend. Am Mittwoch, den 8. Juli, laden gleich zwei Leipziger Literaturshows zu einem gemeinsamen Auftritt auf die Sommerbühne des Neuen Schauspiels ein. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Lützner Straße 29.

Seit Anfang des Jahres bereichern „SpeakEasy“ und „Balagan“ die Kulturszene der Stadt. SpeakEasy, beheimatet in den Cammerspielen Leipzig, mixt nach eigenem Anspruch Fakten, Fiktion und Fusel. Balagan wiederum versteht sich als Bühne für jüdische Stimmen der Gegenwart und ist am Neuen Schauspiel angesiedelt. Beide Shows haben eine gemeinsame Moderatorin: Rebecca Maria Salentin, Autorin und Moderatorin, bekannt unter anderem durch ihre Bestseller „Klub Drushba“ und „Iron Woman“.

Passend zur laufenden Fußball-Weltmeisterschaft der Männer dreht sich der Abend ganz um den Sport. Zu Gast sind zwei Autorinnen und Autoren mit klarem Blick auf das Thema. Anne Rabe, Dramatikerin und Essayistin aus Berlin, hat kürzlich im Lampe Verlag den Essay „Politik ja bitte“ veröffentlicht – darin plädiert sie dafür, Politik endlich auch ins Stadion zu lassen. Ruben Gerczikow, Autor und Journalist, hat gemeinsam mit Monty Ott das Buch „Juden auf dem Platz, Juden auf den Rängen“ herausgebracht. Das 2025 im Verlag „Die Werkstatt“ erschienene Werk beleuchtet jüdische Lebenswirklichkeiten und Antisemitismus im heutigen Fußball.

www.cammerspiele.de

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