Mut, Gefühle und K-Pop auf der Bühne
Erstes sächsisches Jugendkunstfestival zieht mehr als 320 Besucher ins Leipziger Theater der Jungen Welt

320 Teilnehmende, Begleitpersonen und Besucherinnen und Besucher trafen sich am 27. Juni beim ersten sächsischen Jugendkunstfestival im Theater der Jungen Welt in Leipzig-Foto: Steffen Pydde
Leipzig. Liebeskummer in Tanzform, Verlust als Theaterstück, Familienprobleme vertont – und zwischendurch die pure Begeisterung für K-Pop. Beim ersten sächsischen Jugendkunstfestival „Fühl’ ich“ haben Jugendliche aus nahezu allen Teilen des Freistaats am 27. Juni eindrucksvoll bewiesen, wie viel sie zu sagen haben, wenn man ihnen eine Bühne gibt.

Mehr als 320 Teilnehmende und Besucherinnen und Besucher kamen ins Theater der Jungen Welt (TDJW) nach Leipzig – an einem der heißesten Tage des Jahres. Trotz der Temperaturen herrschte auf beiden Bühnen von morgens bis abends Hochbetrieb. Insgesamt 72 Beiträge umfasste das Programm, das Filme, Lesungen, Tanz- und Theateraufführungen sowie Musikbeiträge vereinte. In der Galerie x23 waren außerdem mehr als 40 Werke der Bildenden Kunst zu sehen. Die Teilnehmenden reisten aus dem ganzen Freistaat an – aus Chemnitz, Dresden, Zwickau, Plauen, Meißen, Riesa und vielen weiteren Städten und Gemeinden.

Organisiert hatte das Festival die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (LKJ) Sachsen e.V. Schirmherrin war Sozialministerin Petra Köpping, die in einer Videobotschaft betonte, wie wichtig künstlerischer Ausdruck gerade für junge Menschen in einer Zeit voller Herausforderungen sei.

Fünf Jugendjurys, begleitet von Fachkräften, sichteten alle Beiträge, stellten Rückfragen und berieten sich anschließend. LKJ-Geschäftsführerin Dr. Nina Stoffers sagte: „Es war beeindruckend mitzuerleben, wie mutig die Jugendlichen das, was sie bewegt, ausgedrückt haben.“ Den Abend gestaltete Rapper Fynn Faible mit einem Auftritt mit, bevor die Juryfeedbacks feierlich übergeben wurden.

Als Sonderjury würdigten Susann Rüthrich, Kinder- und Jugendbeauftragte des Freistaates Sachsen, und Albert Darscheid, Vorsitzender des KIWANIS-Club Leipzig, die Gruppenleistungen. Rüthrich nutzte die Gelegenheit, um auf die politische Dimension zu verweisen: Junge Menschen machten demografisch nur einen kleinen Teil der sächsischen Bevölkerung aus – umso wichtiger sei es, dass sie ihre Rechte einforderten und ihre Stimme erhöben.

Das Festival soll kein Einmalereignis bleiben. Wer sich über kommende Ausgaben informieren möchte, findet Informationen unter lkj-sachsen.de.

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