Blut wird knapp –Hitze lähmt die Spendenbereitschaft
DRK-Blutspendedienst Nord-Ost schlägt Alarm: Die Reserven reichen kaum für wenige Tage – und die Sommerferien stehen noch bevor

Jetzt im Sommer werden wieder die Blutreserven knapper. Foto: Hauke-Christian Dittrich
Leipzig. Die Lage ist ernst: Die Blutreserven des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost sinken täglich. Um Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und Arztpraxen sicher versorgen zu können, braucht es eine Tagesreichweite von vier bis fünf Tagen – doch aktuell liegt der Wert deutlich darunter.

Hauptgrund ist die anhaltende Hitzewelle. Erfahrungsgemäß sinkt bei hohen Temperaturen die Spendenbereitschaft spürbar, während der Bedarf in Kliniken konstant hoch bleibt. „Erst wenn Blutkonserven fehlen, wird vielen Menschen bewusst, wie wichtig eine stabile Versorgung ist“, sagt Annett Smolka, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost.

Blut ist nicht ersetzbar: Es lässt sich nicht künstlich herstellen, und die Haltbarkeit ist begrenzt. Thrombozyten etwa, die vor allem in der Krebstherapie eingesetzt werden, sind nur vier Tage verwendbar. Täglich werden allein in Sachsen rund 650 Blutspenden benötigt – bundesweit sind es 15 000 pro Werktag. Mit Beginn der sächsischen Sommerferien in Kürze droht die Lage noch angespannter zu werden, da viele Stammspenderinnen und -spender dann verreist sind.

Gesunde Erwachsene ab 18 Jahren können Blut spenden. Auch an heißen Tagen ist eine Spende möglich – wichtig sind ausreichend Trinken (rund drei Liter, am besten Elektrolytgetränke), eine leichte Mahlzeit vorher und Verzicht auf Sport am Spende-Tag. Der gesamte Ablauf dauert etwa 45 Minuten.

Termine und Infos: blutspende-nordost.de oder kostenlose Hotline 0800 11 949 11.

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