Das MITCenter wurde als Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) in Kooperation mit der Universität Leipzig gegründet und hat seinen Sitz am Deutschen Platz 5 in Leipzig. Ziel ist es, vielversprechende Ideen aus dem klinischen Alltag schneller zur Marktreife zu bringen und in die Regelversorgung zu überführen – ein Prozess, der bislang oft an fehlenden Partnern oder mangelnder klinischer Erfahrung scheiterte.
„Mit dem MITCenter verbinden wir die Expertise unserer Universitätsmedizin mit unternehmerischem Denken“, sagte Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL und Mitinitiator der Einrichtung. Firmen erhalten Zugang zu klinischer Expertise und können neue Entwicklungen unter realen Bedingungen erproben. Umgekehrt sollen Unternehmen als Partner gewonnen werden, um Innovationen aus der Klinik heraus breit in die Anwendung zu bringen.
Der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow hob die überregionale Bedeutung hervor: Das MITCenter solle den Wirtschaftsstandort Sachsen stärken und gleichzeitig als Drehscheibe für Nachwuchskräfte aus Medizintechnik, Data Science und Umwelttechnik dienen.
Auf der Eröffnungsveranstaltung präsentierten die beiden Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Neumuth und Christoph Möllering konkrete Projekte. Darunter der sogenannte MediCubeX: eine Selbstbedienungs-Diagnosekabine, die automatisiert und nicht-invasiv Vitalwerte wie Blutdruck, Temperatur, Sauerstoffsättigung und EKG erfasst – in wenigen Minuten, ohne medizinisches Fachpersonal.
Solche Kabinen könnten künftig Arztbesuchen vorgeschaltet werden und Wartezeiten sinnvoll überbrücken. Ergänzend wurde das Konzept der „Zukunftspraxis Mitteldeutschland“ vorgestellt, das zeigt, wie digitaler Wandel die ambulante Versorgung neu gestalten kann.