Zwei Jahre Baustelle, jetzt ist es geschafft
Volbedingstraße im Leipziger Nordosten wurde jetzt modernisiert

Leipzig. Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist die umfassende Erneuerung der Volbedingstraße im Leipziger Nordosten weitgehend abgeschlossen. Die Großbaumaßnahme zwischen Mockauer Straße und Zeumerstraße zählt zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten des Stadtteils.

Den ersten greifbaren Meilenstein erlebten Anwohnerinnen und Anwohner bereits am 22. Mai, als die Straße wieder für den motorisierten Individualverkehr freigegeben wurde. Die vollständige Öffnung der Kreuzung Friedrichshafener Straße folgt am 26. Juni. Mit Beginn des neuen Schuljahres am 17. August nimmt dann auch die neue Gleisschleife ihren Betrieb auf.

Hinter dem Projekt steckt ein breites Bündnis: Stadt Leipzig, Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und Leipziger Wasserwerke (LWW) haben gemeinsam rund 30 Millionen Euro investiert. Die Liste der Einzelmaßnahmen ist lang – und reicht von erneuerter Fahrbahn und sanierten Gehwegen über eine neue Parthebrücke bis hin zu geschlossenen Lücken im Radverkehrsnetz, modernen Blindenleitsystemen und neuer Straßenbeleuchtung. Baumpflanzungen an den Haltestellen sorgen zudem für mehr Grün im Straßenbild.

Die LVB erneuerten auf rund 900 Metern Gleise, Fahrleitungen und Bahnstromanlagen grundhaft. Der Gleismittenabstand wurde für einen zukunftsfähigen Straßenbahnbetrieb verbreitert, mehrere Haltestellen barrierefrei ausgebaut.

Auch unter der Erde wurde kräftig gearbeitet: Die Wasserwerke erneuerten Trinkwasserleitungen und Hausanschlüsse, verlegten Mischwasserkanäle neu und setzten die Dükerröhren unter der Parthe instand. Zwei neue Überlaufbauwerke mit moderner Filtertechnik sollen künftig den Gewässerschutz stärken und die Parthe bei Starkregen entlasten. Dass das Projekt trotz hoher technischer Komplexität im geplanten Zeitkorridor blieb, ist nicht selbstverständlich – möglich wurde es vor allem dadurch, dass auf die ursprünglich vorgesehene Winterpause verzichtet wurde.

Druckansicht