„Diese Rekorde sind mir sehr wichtig, da es das erste Mal auf der Welt (dokumentiert) ist, dass jemand 110 Prozent seines Körpergewichtes Natural strict curlt“, freute sich Adrian Riess nach dem Rekord. Auf der Jagd nach weiteren Rekorden und Titeln hat Adrian Riess beim Thema „Doping“ eine klare Meinung: „Ich habe noch nie Steroide oder andere Dopingmittel genommen, und werde das auch in Zukunft nicht tun. Darauf bin ich ganz besonders stolz“, sagt er. „Ich weiß, dass leistungssteigernde Substanzen in der Szene verbreitet und sogar in Wettkämpfen erlaubt sind. Ich gebe zu, dass ich auch mal darüber nachgedacht, mich aber bewusst dagegen entschieden habe. Ich will meine Leistung ehrlich bringen.“ Nach den Rekorden richtet Adrian Riess seinen Fokus auf die nächsten Meisterschaften. Im September steigt in Polen die Europameisterschaft, am 1. November steht die nächste Weltmeisterschaft in Ungarn auf dem Programm. Hier will er natürlich seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen.
Auf „Strict Curl“ aufmerksam geworden ist Adrian Riess vor einigen Jahren durch Videos auf verschiedenen Social-Media-Kanälen. Inzwischen gehört er selbst zu den Stars der Szene, die regelmäßig Videos auf Instagram, YouTube und Co. posten. „In anderen Disziplinen geht es nicht um Kraft, sondern vor allem um die Technik. Da gibt es eine große Grauzone, ob der Versuch überhaupt gültig ist oder nicht. Das gibt es beim Strict Curl nicht. Da gibt es klare Regeln und klare Sieger – ohne Schummeln. Außerdem gibt es bei dieser Disziplin nicht so viele Verletzungen.“
Doch wie schafft man es, solche Gewichte nur mit der Kraft seines Bizeps nach oben zu bewegen? Vier Mal in der Woche hartes Training (zwei bis drei Stunden), gesunde Ernährung und viel Schlaf (acht bis neun Stunden pro Nacht) – das ist das Erfolgsrezept von Adrian Riess. „Ich habe mich in den letzten Jahren damit auseinandergesetzt, wie Muskeln funktionieren und wie man sie aufbaut“, sagt er. Einen Trainer hat er nicht, coacht stattdessen trotz seines jungen Alters sogar einige andere Athleten.
Da die beim Strict Curl gehobenen Gewichte immer im Verhältnis zum Körpergewicht stehen, kommt es im Wettkampf auf jedes Gramm an, betont Adrian Riess. „Deshalb halte ich mein Gewicht vor dem Wettkampf immer so niedrig wie möglich – unter anderem mit weniger Essen und Sauna.“ Das sei oft ziemlich hart, schließlich beträgt der Unterschied zwischen Normalgewicht und Wettkampfgewicht mehrere Kilogramm. Wenn kein Wettkampf ansteht, gönnt sich Adrian Riess zwischendurch aber auch mal eine Tüte Chips oder einen Burger.
Schon in frühester Kindheit hat sich Adrian Riess um seinen Körper gekümmert. „Mit sieben oder acht Jahren hab ich mir meine ersten Hanteln gekauft“, erinnert er sich: „In der Schule war ich immer der Stärkste und hab beim Armdrücken gewonnen.“ Irgendwann war ihm das Hanteln stemmen in den heimischen vier Wänden zu wenig. Deshalb ging er im Juni 2023 erstmals ins Fitnessstudio. Parallel dazu betrieb er Kampfsport (Mixed Martial Arts) und Calisthenics.
Nach den Meistertiteln vom Vorjahr ist Adrian in der Szene der „Gejagte“. „Ich werde jetzt natürlich anders wahrgenommen. Alle wollen mich besiegen“, sagt er: „Das spornt mich zusätzlich an“, sagte er. Auf der Jagd nach weiteren Rekorden und Titeln hat Adrian Riess beim Thema „Doping“ eine klare Meinung: „Ich habe noch nie Steroide oder andere Dopingmittel genommen, und werde das auch in Zukunft nicht tun“, sagt er. „Ich weiß, dass leistungssteigernde Substanzen in der Szene verbreitet und sogar in Wettkämpfen erlaubt sind. Ich gebe zu, dass ich auch mal darüber nachgedacht, mich aber bewusst dagegen entschieden habe. Ich will meine Leistung ehrlich bringen.“ und Andreas WendtWeitere Infos unter
www.instagram.com/adi.rie/