Auf dem Papier war die Sache klar – die Religionsfreiheit war in der DDR-Verfassung festgeschrieben. Doch die Realität sah im Hinblick auf die jüdische Bevölkerung anders aus. Seit 1945 durchlief die Politik der DDR und der Umgang mit Jüdischen Gemeinden verschiedene Phasen. Den Lebensumständen jüdischer Menschen geht die Referentin nach – als wissenschaftliche Beobachterin als auch anhand der eigenen Familiengeschichte.
Am Donnerstag, 25. Juni, ist dann ab 19.30 Uhr Sharon Adler, Vorständin der Stiftung „Zurückgeben“ Berlin, zu Gast: Der NS-Staat versteigerte auf sogenannten „Juden-Auktionen“, was in Wohnungen vertriebener jüdischer Menschen verblieb. So auch 1941 in Karlsruhe eine Halskette. Woher sie kam, darüber schwieg der Käufer in seiner Familie. Nach seinem Tod suchte seine Enkelin die rechtmäßigen jüdischen Erbinnen und Erben. Und wandte sich für die Provenienz-Recherche an die Stiftung „Zurückgeben“: Gibt es Nachkommen, die überlebt haben? Und wie werden sie auf die Nachricht 80 Jahre nach Beginn des Holocaust reagieren?Davon erzählt die Doku und der Vortrag „Vergiftetes Erbe“ von Sharon Adler. und red./jwInfos:
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