Dann kommen Geschichten und Erinnerungen auf den Tisch – jeweils von 14 bis 18 Uhr. Welche baubezogene Kunst ist seit dem Ende der DDR in Grünau verschwunden? Welche Skulpturen, Wandbilder oder Leuchtschriften zeugen heute noch vom früheren Alltag in der Großwohnsiedlung? Und welche Erinnerungen und Geschichten verbinden die Leipzigerinnen und Leipziger damit? Das Programm Stadtkuratorin Leipzig will es im Jubiläumsjahr zur Grundsteinlegung des Stadtteils vor 50 Jahren ganz genau wissen – und lädt an den beiden Samstagen ein zum Erzählen. Ach ja – inspirieren lassen kann man sich bei dieser Gelegenheit auch von den Fotos von Harald Kirschner, dessen Ausstellung „Als Grünau noch Schlammhausen hieß“ im KOMM-Haus zu sehen ist.
Ebenfalls am Samstag, 13. Juni, wird der Grünauer Kultursommer auf der Stuttgarter Allee eröffnet. Begegnung und Austausch ist dabei die Idee von „50 Jahre, 50 Tische“: Jeder Tisch der temporären Tafel entlang der Allee steht für ein Jahr zwischen 1976 und 2026. Das Künstlerkollektiv „greater form“ sammelt zwischen 14 und 18 Uhr an einem dieser Tische vor der Bibliothek Grünau-Mitte die Hinweise der Bewohnerinnen und Bewohner. Unter der Fragestellung „Was sagt uns das Pudelpony?“ können sie erzählen, was ihnen zur Kunst am Bau in Grünau wichtig ist. „Pudelpony“ ist übrigens eine liebevolle Bezeichnung der Skulptur „Keramikfohlen“ von Dieter Graupner …