Die entsprechenden Traditionen reichen weit zurück – bis ins Jahr 1837: Schon damals fanden sich Menschen an der Leipziger Universität, die sich für eine akademische Ausbildung von Turnlehrern einsetzten. Bahnbrechend war das Wirken von Hermann Kuhr, dessen hartnäckiges Streben vom Akademischen Turnabend im Allgemeinen Turnverein zu Leipzig 1903 zur Einrichtung eines Gymnastischen Instituts an der Universität im Jahr 1920 führte.
Im Oktober 1925 berief die Leipziger Alma Mater dann Hermann Altrock auf eine außerordentliche Professur für Pädagogik der Leibesübungen an der Philosophischen Fakultät und richtete damit die erste sportwissenschaftliche Professur an einer Universität in Deutschland ein. Und im Oktober 1950 wurde die Deutsche Hochschule für Körperkultur DHfK als zentrale Lehr- und Forschungsstätte für Körperkultur und Sports in der DDR gegründet. Sie erlangte in den 40 Jahren ihres Bestehens für ihre wissenschaftlichen und fachlichen Leistungen internationale Anerkennung.
1969 wurde das Forschungsinstitut für Körperkultur und Sport (FKS) gegründet, um den DDR-Sport durch Spitzenleistungen dauerhaft in der Weltspitze zu positionieren. Staatlich gefördert und unter höchster Geheimhaltung wurde hier auch Dopingforschung betrieben Aus dem FKS ging im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands das 1992 gegründete Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) hervor. Die DHfK wurde 1990 abgewickelt. 1993 erfolgte die Gründung der Sportwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Leipzig. Zusammen mit dem IAT bleibt Leipzig damit ein Standort für erstklassige, praxisbezogene Sportwissenschaft.
Die vom Sportmuseum Leipzig und dem Kulturamt der Stadt Leipzig entwickelte Sportroute zeigt herausragende Orte der Bewegungskultur im Stadtraum. Sie nimmt junge Menschen, Familien und Seniorinnen und Senioren an 22 ausgewählten Stationen mit auf eine Zeitreise in die 200-jährige Sportgeschichte Leipzigs. und red./jwInfos:
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