„Die herbstlichen Drückjagden kennen sicher viele, aber auch im Frühjahr und Sommer wird gejagt. Gerade im April und Mai sind die Rehe aktiv und gut sichtbar“, berichtet Mathias Stahn, Abteilungsleiter für den Staatswald im Forstbezirk. Und er ergänzt: „Sie suchen sich jetzt feste Territorien und verteidigen diese gegenüber ihren Artgenossen. Das sorgt für Bewegung und ist Auftakt zur Rehwildbejagung – ein notwendiger Eingriff in das Ökosystem, um die Verjüngung unseres Waldes zu sichern.“
Ein weiterer Effekt: Es gibt wieder Wildbret. Zum einen bieten Fleischer der Region fertige Braten und Würste an, aber man kann heimisches Wildbret auch beim Forstbezirk Leipzig beziehen. Hier gibt es die Tiere als Ganzes oder aus der Decke geschlagen und grob zerwirkt. Das bedeutet, dass Fell ist schon abgezogen und das Tier grob für eine Weiterverarbeitung zerteilt. Wer jetzt kauft, profitiert von deutlich günstigeren Preisen als in der Hauptsaison kurz vor Weihnachten.
Da der Jagderfolg im Wald nicht fest planbar ist, empfiehlt Mathias Stahn allen Interessierten, sich auf der Vorbestellungsliste des Forstbezirkes vormerken zu lassen: „Wir nehmen dann die Bestellung entgegen und ermitteln, was verfügbar ist oder an welcher unserer Dienststellen eine Abholung am einfachsten mögliche wäre. Und sollte die Kühlzelle einmal leer sein, dann rufen wir auch zurück, wenn wieder ein Tier erlegt wurde.“
Und mit einem Zwinkern und auch einem Sprichwort macht er sich auf den Weg in den Wald: „Das Jagen und das Singen, das kann man nicht erzwingen.“ und PMDer Forstbezirk Leipzig hat Standorte in Colditz, Leipzig und Wermsdorf. Den zuständigen Mitarbeiter Michael Steck erreicht man im Standort Leipzig unter Tel.: 0341 8608028.