Mehr als 200 Objekte sind da zu sehen, hergestellt von 56 Künstlerinnen und Künstlern aus insgesamt 13 Ländern – eine Premiere und dies nicht nur in Leipzig: Erstmals steht die Vielfalt angewandter Kunst aus Lateinamerika im Fokus einer großen Ausstellung in Europa. Und es fällt auf den ersten Blick auf: Die Szene in Argentinien und Bolivien, in Brasilien und Chile, in Ecuador, El Salvador, Guatemala, Kolumbien, Mexiko, Peru, Paraguay, Uruguay und Venezuela ist ganz schön vielschichtig. Und ausgesprochen lebendig.
Was aber auch daran liegt, dass diese Gegenstände eben nicht in großen Fabriken entstehen, sondern zumeist in handwerklicher Arbeit. Und es ist diese Spezifik – Dinge mit den eigenen Händen erschaffen! – die „The Soul Of Objects“ auszeichnet: Dies verbindet die Arbeiten namhafter indigener Gruppen mit denen bekannter Kunsthandwerker und Künstlerinnen ebenso wie mit Newcomern ihres Faches.
Groß ist die Palette der verschiedenen Ausdrucksformen und Materialien: Gezeigt werden Teppiche, Schmuck, Porzellan, Objekte aus Naturfasern, Holz, Metall und Recyclingmaterialien. Neben ihrer Funktion als Kleidung, Möbelstücke oder Gefäße tragen sie oft eine spirituelle oder rituelle Bedeutung: Talismane sollen ihre Träger schützen, kleine Figuren Schmerzen lindern, und kunstvoll gestaltete Wandteppiche erzählen von uralten Überlieferungen oder ganz persönlichen, auch heutigen Geschichten.
Infos: www.grassimak.de