Viele Erinnerungen bleiben ...
Von einer bemerkenswerten Festival-Auflage 2026: Ein Blick auf a cappella in Leipzig

Ein musikalisches Festival-Highlight: The Bookmarks begeisterten bei ihrem a-cappella-Auftritt.Foto: Holger Schneider
Leipzig. Was für ein Festival-Abschluss! Gemeinsam hatten die Gastgeber amarcord mit dem armenischen Nairyan Vocal Ensemble, den Berlinerinnen von Niniwe, dem Leipziger Vokalensemble und den legendären New York Voices ins Gewandhaus zu Leipzig geladen, um auf eine a-cappella-Ausgabe 2026 zurückzuschauen, die ganz sicher in Erinnerung bleiben wird ...

Und dies eben nicht nur aus musikalischen Gründen: Mit einer Interpretation von „Time Stands Still“ von John Dowland – vorgetragen im verdunkelten Gewandhaus-Saal – erinnerten die amarcord-Sänger an jene Amokfahrt, die am 4. Mai ganz Leipzig erschütterte. Und zeigten dabei mit der Kraft ihrer Stimmen, wie verbindend Musik in solch schweren Stunden sein kann – ein so wichtiges Signal, das ganz bestimmt eingehen wird in die a-cappella-Geschichte.

Neben vielen anderen Momenten – dem Abschied des Quartetts der New York Voices von der Bühne beispielsweise, zu erleben zum Abschlusskonzert. Und mit dem Stück „In My Life“ von den Beatles. Ebenso erinnerungswürdig ist der Auftakt ins Festival, traditionell inszeniert von den amarcord-Gastgebern: Der widmete sich in der Leipziger Oper dem Komponisten Albert Lortzing. Der ja ebenfalls im Festival-Blickpunkt stand in diesen Tagen, bei „Lortzing 26“. Was für eine wunderbare und vielleicht zukunftsträchtige Kooperation.

Gefeiert wurden auch die blutjungen The Bookmarks aus Georgien, die da amtierenden a-cappella-Wettbewerbspreisträger, die sogar mit ein wenig Perkussion aufwarteten beim Konzert im Mendelssohn-Saal vom Gewandhaus. Und apropos Nachwuchs: Gleich vier junge Gruppen stellten sich in der „a cappella Masterclass“ vor – sie füllten den Kupfersaal mit Publikum und Begeisterung. Namen wie Amita, Nada, Penta Vocalis und Solmi sollte man sowohl im Auge wie auch im Gehör behalten. Dieses Miteinander von Abschied und Auftakt, von Begeisterung und Verinnerlichung zeigt, wie vielschichtig das a cappella Festival ist. Und auch, wie viel Perspektive da auch nach der 26. Auflage ist. Denn noch bevor der letzte Ton des fulminanten Festival-Abschlusses verklungen war, gab es schon den Blick nach vorn: Man sieht sich wieder, liebe Vokal-Musik-Welt. Vom 28. Mai bis 5. Juni 2027 in Leipzig. Zum 27. a cappella Festival.

Infos:

www.a-cappella-festival.de

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