So begeben sich die Beteiligten auf eine zwischen innerem Impuls und äußerem Einfluss. Im Spannungsfeld von Genuss und Verzicht, Neugier und Gefahr, Freiheit und automatisierten Mustern entstehen Arbeiten, die sich mit der Kraft der Verführung ebenso auseinandersetzen wie mit ihren Konsequenzen. Die Stücke fragen, wo Begierden ihren Ursprung haben und welche Bedürfnisse ihnen zugrunde liegen. Sie untersuchen, welche äußeren Einflüsse uns in Versuchung führen und wie gesellschaftliche Normen, Rollenbilder und moralische Vorstellungen unser Denken und Handeln prägen. Dabei öffnen sie den Blick auf ein erweitertes Verständnis von Erotik – als kreative, verbindende und transformierende Kraft, die über rein körperliche Dimensionen hinausgeht.
Mal impulsiv, mal fragil, mal widerständig oder reflektiert: Die Kurzstücke der „Spielwiese“ 2026 kreisen um innere Konflikte, Sehnsüchte und Entscheidungsprozesse. Sie zeigen, wie wir uns in Versuchungen verlieren, an ihnen wachsen oder an ihnen reiben – und machen sichtbar, dass im Ungewissen oft auch ein besonderes kreatives Potenzial liegt.
Zur Premiere wird am Freitag, 12. Juni, um 20 Uhr in das Lofft geladen – dort werden die Kurzstücke, die unter der Leitung von Eva Thielken und Undine Werchau entstanden sind, zum ersten Mal auf die Bühne gebracht. Weitere Aufführungen sind am Samstag, 13. Juni, um 20 Uhr sowie am Sonntag, 14. Juni, jeweils um 15 und 18 Uhr angesetzt.
Als feste Größe im Spielplan des LTT bietet die „Spielwiese“ Raum für künstlerisches Experiment, persönliche Handschriften und choreografische Eigeninitiative. Hier entwickeln Talente eigene Stücke und bringen sie unter professionellen Bedingungen auf die Bühne – mutig, neugierig und mit einem ganz eigenen Blick auf die Welt. und red./jwInfos: www.leipzigertanztheater.de