Musik und Seele
Duo Oublivoque spielt am 17. Mai

Musik von Komponistinnen aus dem 19. Jahrhundert wird am 17. Mai zu hören sein.Grafik: Jörg Holzmann
Leipzig. Dieser Nachmittag ist einer oft überhörten Stimme der Musikgeschichte gewidmet: Am Sonntag, 17. Mai, geht es ab 14 Uhr um jene Komponistinnen, die im frühen 19. Jahrhundert für Gesang und Gitarre schrieben und deren Werke bis heute nur selten auf der Konzertbühne erklingen. Gespielt werden sie in der Leipziger Grieg Begegnungsstätte vom Duo Oublivoque. Im Mittelpunkt stehen bei dem Konzert unter dem Titel „Überhaupt, was seelenberührend ist, das ist Musik“ Annäherungen an die poetische Welt von Ludwig Tieck, Johann Wolfgang von Goethe oder Novalis, komponiert unter anderem von Louise Reichardt, die mit den Dichtern persönlich verbunden war. Ergänzt wird das Programm durch Lieder auf Texte weiterer Dichterinnen und Dichter sowie durch Solowerke für Gitarre aus derselben Zeit. Die intime Kombination des Gesangs von Marie-Therese Mehler und dem Klang eines originalen Instruments des neapolitanischen Gitarrenbauers Gennaro Fabricatore aus dem Jahr 1823 (gespielt von Jörg Holzmann) lässt die Sehnsucht, Innerlichkeit und mystische Symbolkraft der Gedichte dabei in einer einmaligen Klangästhetik aufscheinen.

Infos: www.edvard-grieg.de

Druckansicht