Ach, diese Sehnsucht nach Licht, Luft und Lässigkeit! Sommer verspricht luftig fröhliche Mode, Eis am Stiel, Grillparty, Feste und Konzerte im Freien. Und er verheißt vor allem Badevergnügen. Gebadet wurde schon immer, ob in den zahlreichen lokalen Gewässern oder in heute teils in Vergessenheit geratenen Natur- und Freibädern. Bademoden und Schwimmstile wechseln ebenso wie der Freiluftsport.
Doch dieser sonnig-heitere Blick auf die Leipziger Sommergeschichte wäre nur die halbe Wahrheit. Extreme Hitzephasen, Dürreperioden und Unwetter gehören ebenso zu dieser Jahreszeit und stellen die Leipzigerinnen und Leipziger vor besondere Herausforderungen – mit steigender Tendenz. Städtebau neu denken und mehr Grün auf Plätzen, Häuserwänden und Dächern sind beispielhafte Instrumente dafür, dass die kommenden Sommer in Leipzig eine angenehme und aushaltbare Jahreszeit bleiben. Gelingt dies nicht, hat man ganz schnell die sommerliche Sonne satt.
Mit all diesen Dingen beschäftigt sich „Sonne. Satt. Sommer in Leipzig“ und zwar über den gesamten Sommer bis zum 26. Oktober. „Die Ausstellung fängt die Opulenz dieser Jahreszeit nicht nur über fröhlich-freche und erinnerungsstarke Objekte ein, sondern auch mit lebendigen und vor allem farbenfrohen Gestaltungselementen“. erklärt Projektleiterin und Kuratorin Dr. Maike Günther und ergänzt: „Sie eröffnet einen Kosmos der Erinnerungen an Leipziger Badeorte und Bademode, an sommerliche Auszeiten in Nah und Fern, an Inseln der Sommerfrische in der Stadt und ihren ehemaligen Vororten, an die unzähligen Events, Konzerte, und die besondere Kulinarik des Sommers in Leipzig.“ Begleitet wird dies – na klar – von einem Rahmenprogramm: Da wird einmal im Monat zur thematischen Führung durch die Sonderausstellung geladen, der nächste Termin ist 3. Juni. Und am 13. Juni werden Sommer-Vibes zum Anziehen hergestellt: Dies ist ein Batik-Upcycling-Workshop, der die Inspirationen vergangener Jahrzehnte aufgreift. und red./jwInfos:
www.stadtgeschichtliches-
museum-leipzig.de